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Einweihung: Ein Rathaus zum Anbeißen

Einweihung

Ein Rathaus zum Anbeißen

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    Pater Jan
    Pater Jan

    Obermedlingen Landrat Leo Schrell konnte sich noch gut daran erinnern: Bis 1994 wurden die Räumlichkeiten des jetzigen Medlinger Rathauses hauptsächlich vom örtlichen Fußballverein zum Duschen und Umziehen genutzt. Schrell war mit dem SC Unterliezheim des Öfteren bei den Derbys gegen den FC Medlingen dabei. „Umso unglaublicher, was jetzt daraus entstanden ist“, so der Landrat bei der feierlichen Einweihung des neu sanierten Rathauses mit Sitz in Obermedlingen am vergangenen Samstag.

    Im September 2009 begannen die Bau- und Umbaumaßnahmen. Sprichwörtlich auf die letzte Minute wurden die Arbeiten am Tag der Einweihung im Außenbereich fertiggestellt. „Das war eine Punktlandung“, sagte Medlingens Bürgermeister Stefan Taglang. Er sei froh und stolz, dass die Sanierung nun fertiggestellt ist: „Wir brauchten gute Nerven. Solch ein Großprojekt gab es in der Gemeinde noch nicht.“ Deshalb bedankte er sich bei allen, die zum guten Gelingen beigesteuert haben. Taglang betonte auch, dass die gute und kreative Zusammenarbeit im Gemeinderat einen großen Teil dazu beigetragen habe. Vom Hausmeister Thomas Fauser bis zur „guten Fee“ Roswitha Taglang – der Bürgermeister lobte stellvertretend das große Engagement in der Gemeinde. „Ein lang gehegter Wunsch ist in Erfüllung gegangen“, so Taglang. Wenn die „Kriegskasse“ wieder gefüllt sei, will er das Projekt Bauhof anpacken. Dafür wurde hinter dem Rathaus schon ein passendes Grundstück gekauft.

    Konstruktive Sitzungen

    Als Motor und Ideengeber bezeichnete Stefan Taglang Gundelfingens Hochbauamtsleiter Karl Steidle. Er präsentierte den Gästen bei der Einweihung im neuen Sitzungssaal – der Boden stammt noch aus dem Jahr 1950 – die Details zur Sanierung. „Wir hatten viele konstruktive und wertvolle Sitzungen. Jetzt fehlt nur noch der i-Punkt“, so Steidle. Der i-Punkt soll der Brunnen werden, der den neuen Dorfplatz noch attraktiver machen soll. So sah es auch Landrat Leo Schrell: „Nur wenn die Gemeinden attraktiv sind, haben wir einen attraktiven Landkreis.“ Er gratulierte den Medlingern zu dem langen Atem, den sie brauchten, und betonte, dass diese Sanierung zeige, dass der Zusammenhalt in der Gemeinde stimme. „Solche Projekte lassen sich nicht von heute auf morgen umsetzen. Das braucht Zeit und die hat sich hier gelohnt“, so Schrell.

    MdL Georg Winter überbrachte ebenfalls Glückwünsche und sagte: „Medlingen ist immer für eine Schlagzeile gut. Dazu kann man nur gratulieren.“ Respekt und Anerkennung zollte er auch all den Freiwilligen: „Es ist bemerkenswert, wie viel junge Leute auch mit angepackt haben.“ Initialzündung zur Sanierung war das Konjunkturpaket des Bundes. Die Medlinger haben laut Winter die Gelegenheit beim Schopf gepackt. „Ich wünsche der Gemeinde, dass sie auch weiterhin ihre Chancen nutzt.“ Die Segnungen der Räumlichkeiten übernahm am Samstagnachmittag Pater Jan. Er wünschte den Räten gute Entscheidungen in den neuen Räumen.

    Nach einem gemeinsamen Rundgang mit allen Gästen fand nach der offiziellen Einweihung das Dorffest im neu gestalteten Hinterhof statt. Das Besondere: In diesem Jahr hatten die Medlinger ihr 25-jähriges Jubiläum. Kräftig gefeiert wurde am Wochenende mit der Gundelfinger Stadtkapelle und dem Musikverein Bächingen bei Spanferkel vom Holzkohlengrill. Wenn es nach Bürgermeister Taglang geht, kann das so bleiben: „Die Menschen sollen vorbeikommen und sich wohlfühlen. Dann wäre es perfekt.“

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