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Advent: Eine außergewöhnliche Konzertstunde

Advent

Eine außergewöhnliche Konzertstunde

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    Die Wallfahrtskirche „Mariä Himmelfahrt“ in Buggenhofen bildete einen eindrucksvollen Raum für das Adventkonzert des Vokalensembles Bissingen.
    Die Wallfahrtskirche „Mariä Himmelfahrt“ in Buggenhofen bildete einen eindrucksvollen Raum für das Adventkonzert des Vokalensembles Bissingen. Foto: Foto: Ernst

    Bissingen Das festliche Konzert durch das Vokalensemble Bissingen und dessen Leiterin Magdalena Polzer in der Wallfahrtskirche Buggenhofen erwies sich erneut als „stimmungsvoller Türöffner“ für einen besinnlichen Advent. Der gut gefüllte Kirchenraum unterstrich den kulturellen Stellenwert der Veranstalter im Kesseltal und darüber hinaus. „Machet die Tore weit“ stand als Motto über einer außergewöhnlichen Konzertstunde. Karlheinz Polzer oblag die Begrüßung mit dem Dank an Mesner Josef Schiele für die Unterstützung. Gäste waren auch Chorverbands-Kreisvorsitzender Günther Durner und Bürgermeister Michael Holzinger.

    „Macht hoch die Tür“

    Mit dem als kleine Adventskantate bekannten Choral „Machet die Tore weit“ gab der Frauenchor mit dem Klassiker von Gerhard Rabe gleichzeitig das Motto einer außergewöhnlichen Konzertstunde vor. Solistisch eindrucksvoll folgte „Macht hoch die Tür“ von Josef Michel. Gleichsam der Stimmung im gedämmten Kirchenschiff „flehte“ Karlheinz Polzer gesanglich inbrünstig das „Erbarmen des Herrn“ von Alessandro Stradella in italienischer Sprache herbei.

    Auch mit dem „Ave Maria“ von Pietro Mascagni überzeugte der Solist in der gesanglichen Huldigung der Gottesmutter, bei der sich die ganze Fülle seiner Tenorstimme entfaltete. Der Gattung spätbarocker Kammermusik entnommen war die Triosonate von Telemann, bei der Magdalena Polzer (Blockflöte), Giulia Czerwenka‚ (Violine) und Katrin Ziegler bzw. Maria Fey (Klavier) ihren instrumentalen Einklang verdeutlichten. Gleiches beim „Concerto „Lobt Gott ihr Christen“ von Michel Corrette. Die instrumentale Überleitung zum spätromantischen Hymnus „Puer natus in Bethlehem“ gelang vortrefflich. Mit ausgewogenem Klangbild (Sopran/Alt) füllten als Duo die Schwestern Tamara und Sina Maria Ziegler engelsgleich den Kirchenraum.

    Eindrucksvoller Konzerthöhepunkt war die chormusikalische Weihnachtsgeschichte mit Songs, Spirituals und Sprechtexten nach dem Lukas-Evangelium. Bei diesem Werk von Lorenz Maierhofer ließen das Vokalensemble, die Solistinnen und Karlheinz Polzer als Sprecher mit Pianobegleitung die Geschichte von der Geburt Jesu in einer musikalischen Einheit chorisch erleben. Gesang mit deutschem und englischem Text gemischt und mit Klavierbegleitung von Katrin Ziegler interpretierten sie außergewöhnlich das Licht von Bethlehem und das damit verbundene Geschehen. Für einen Chor mit 16 Sängerinnen eine anerkennende Leistung.

    Zum Finale vermittelte das Vokalensemble gesanglich den Sinn von Advent in der Psalmvertonung „Machet die Tore weit“, ebenfalls von Lorenz Maierhofer. Ein Vortrag feierlich und fröhlich zugleich, der auch nach einem begeisternden Schlussapplaus die weitere Zugabe bildete.

    Der am Programmschluss mehr als reichlich gespendete Beifall diente als Dank und Anerkennung für alle Mitwirkenden für eine wirklich reife Konzertleistung. Mit Magdalena Polzer am Dirigentenpult und die Gesamtleitung in Händen, darf sich die Chorszene im Kesseltal glücklich schätzen.

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