Mödingen Viel Glück im Unglück hatte eine kleine Eseldame am zweiten Weihnachtsfeiertag: Sie war in einen tiefen Graben an ihrer Weide gefallen. Offensichtlich war es ihr nicht möglich, die steile Grabenböschung zu überwinden, schreibt Ewald Schenk in einer E-Mail an die Donau-Zeitung.
Bei den Versuchen, sich aus dem kalten Wasser zu befreien, versank der Esel immer tiefer im morastigen Grund des Baches. Vorbeigehende Spaziergänger entdeckten das unglückliche Tier und ein Radfahrer holte im Vereinsheim in Mödingen Hilfe.
Von Spaziergängern entdeckt
Dort hatten sich Mitglieder des Hundevereins zum Frühschoppen versammelt und eilten zum Unglücksort. Da steckte das Tier laut Schenk bereits bis zum Bauch im aufgewühlten Schlamm und eiskalten Wasser. Spuren an der steilen Uferböschung zeugten von den vergeblichen Versuchen des Tieres, aus eigner Kraft wieder auf die Wiese zu gelangen.
Ohne Gerät sei Hilfe da nicht mehr möglich gewesen. Man alarmierte den Feuerwehrvorsitzenden Albert Waibel, der seinerseits den Landwirt Günter Kling verständigte.
Mithilfe von breiten Gurten, die ihm Hundevereinsmitglied Bernd Henninger in wasserdichter Fischerhose umgelegt hatte, und dem Frontlader des Traktors gelang es, die Eseldame zu befreien.
Nach einiger Zeit konnte auch ein Tierarzt gefunden werden. Dr. Rudolf Bortenlänger aus Dischingen untersuchte das gestresste Tier und gab ihm eine Spritze zur Kreislaufunterstützung. Ohne Hilfe hätte das Tier verenden müssen, schreibt Schenk. (pm)