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Rat: Fast gesamtes Dorf durch Ökostrom versorgt

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Fast gesamtes Dorf durch Ökostrom versorgt

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    „Wir haben bisher einen guten Weg eingeschlagen.“Stefan Taglang,  Bürgermeister Medlingen
    „Wir haben bisher einen guten Weg eingeschlagen.“Stefan Taglang, Bürgermeister Medlingen

    Medlingen Vor allem die Stromversorgung mithilfe erneuerbarer Energien hatte der Gemeinderat Medlingen am vergangenen Montag auf der Tagesordnung. Auch die Neubauplanung für den Bauhof wurde vorangetrieben. Zu Gast waren deswegen Karl Steidle und Ulrike Schwayer aus der Verwaltungsgemeinschaft Gundelfingen.

    Bereits in der vorigen Sitzung war das Bauvorhaben ausgiebig behandelt worden, sodass der Fokus an diesem Abend auf der Finanzierung lag. Steidle stellte eine realistische Schätzung vor: Insgesamt beläuft sich die Summe auf rund 250000 Euro inklusive Nebenkosten. Allerdings sei die Außenanlage dabei noch nicht mit eingerechnet. Man müsse sich überlegen, ob diese erst im nächsten Jahr finanziert werden solle, sagte der Medlinger Bürgermeister Stefan Taglang. „Bei der Größe können wir nichts einsparen, höchstens bei Umsetzung“ sagte auch Hans Beer, der stellvertretende Bürgermeister. So entschied man sich dazu, das Thema Dachdämmung optional ausschreiben. Spätestens in zwei Wochen will der Rat die Ausschreibung herausgeben. Mit 8:0 stimmte man dafür, die Planung für den Bauhof in der bereits beschlossen Form umzusetzen. In den neu gegründeten Bauausschuss, der schnell zusammenkommen und notfalls Entscheidungen fällen kann, wurden neben Taglang zusätzlich Hans Beer, Günter Müller, Michael Riß und Kurt Mayer berufen.

    Ebenfalls einig war man sich, der Erweiterung des Nahwärmenetzes in Untermedlingen nicht im Wege zu stehen. Die Anwohner am Lindenberg wollen nun auch die Wärme der nahegelegenen Biogasanlage für die Stromerzeugung nutzen, und weil die benötigten Rohrleitungen auch über öffentlichen Grund verlaufen, braucht es die vertragliche Zustimmung der Gemeinde.

    Mittlerweile 91,8 Prozent des Gesamtstromverbrauchs Medlingens wird mit erneuerbaren Energien erzeugt. Taglang sprach von einem guten Weg, den die Gemeinde bisher eingeschlagen habe, vor allem in Sachen Solarenergie. Das Förderprogramm zur Fotovoltaik könne man als Erfolg bezeichnen. Der Bürgermeister betonte, dass dafür keine wertvollen Ackerflächen, sondern nur Hausdächer genutzt würden. Außerdem informierte Taglang den Gemeinderat, dass sich die Feuerwehren Bayern und Baden-Württemberg nun auch bis zu 15 Kilometer Luftlinie über Landesgrenzen hinweg bei großen technischen Hilfeleistungen und Großbrandereignissen aushelfen können.

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