Scharen von Menschen tummeln sich auf dem Gelände. Werkleiter Gerhard Wiedemann und Ingetraud Wohlfahrt vom AWV schätzen, dass bereits am frühen Nachmittag weit über 1000 Besucher gekommen sind. Das liegt natürlich auch am Flohmarkt, bei dem rund 50 Verkäufer ihre Waren anbieten. Josefine Ried aus Thalheim hat beispielsweise einen Wäschestampfer im Sortiment. Über den neuen Wertstoffhof staunt sie nicht schlecht: "Das ist eine wunderbare Einrichtung." Und auch Melanie Schweizer aus Hausen ist angetan. Viele Bürger fahren ihren Worten zufolge mit den Wertstoffen vom Dillinger Stadtteil nach Gundelfingen.
Landrat Leo Schrell sagt, dass der AWV stolz auf die neue Einrichtung sei. "Der Recyclinghof Gundelfingen/Lauingen ist der modernste, neueste, größte und teuerste im gesamten Verbandsgebiet." Und er sei ein "hervorragendes Beispiel für die kommunale Zusammenarbeit". 1,3 Millionen Euro hat der Wertstoffhof gekostet. Es wäre aber teurer gewesen, für Gundelfingen und Lauingen je einen Recyclinghof zu bauen, meint AWV-Vizevorsitzender Schrell. Nach etwas ruhigem Beginn habe sich der Zulauf inzwischen deutlich erhöht. Der nordschwäbische Müllverband gehöre beim Service zu den besten und bei den Gebühren, die in den vergangenen Jahren um 30 Prozent gesenkt wurden, zu den günstigsten in Bayern.
Lauingens Vize-Bürgermeister Helmuth Zengerle und AWV-Verbandsrat Dr. Georg Barfuß sprechen von einem "Vorzeige-Recyclinghof". Nur die Nachricht vom Tod des früheren SPD-Bezirkrats und AWV-Verbandsrats Helmut Stowasser (Oettingen) trübe seine Freude, sagt Barfuß. Zu den zufriedenen Gästen gehört auch Gundelfingens Franz Kukla. Er hat den Recyclinghof mit seinen drei Anlieferungsspuren getestet: "Ich bringe meinen Rasenschnitt hierher."