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Fischzucht: Forellen aus dem Himmelreich

Fischzucht

Forellen aus dem Himmelreich

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    Hubert Wünsch (rechts) und Dieter Trapp vom Fischereiverein Dattenhausen kümmern sich um die Fischzucht in Altenbaindt. Ab und zu wird eine Forelle gefangen, um sie zu wiegen. Danach kommt sie zurück in den See.
    Hubert Wünsch (rechts) und Dieter Trapp vom Fischereiverein Dattenhausen kümmern sich um die Fischzucht in Altenbaindt. Ab und zu wird eine Forelle gefangen, um sie zu wiegen. Danach kommt sie zurück in den See. Foto: Fotos: Schuster

    Altenbaindt Gefüttert werden sie zwei bis drei Mal pro Woche – je nach Temperatur. Ansonsten müssen die Forellen in der Fischzucht „Am Himmelreich“ bei Altenbaindt auf herkömmliche Art an ihr Futter kommen – nämlich jagen. Darum tummeln sich auch Millionen von kleinen Futterfischen wie Lauben und Moderlieschen im Forellenteich.

    Darin sieht Hubert Wünsch, einer der beiden Vorsitzenden des Fischereivereins Dattenhausen, den großen Vorteil der vereinseigenen Zucht auf dem Aschberg: „Unsere Fische sollen sich wohlfühlen und so natürlich wie möglich auf Nahrungssuche gehen.“ Dass diese Methode Erfolg hat, zeigt sich bei der Qualität der Fische: „Das Fleisch ist rosa statt weiß und hat einen höheren Fettanteil.“

    Damit dass so bleibt, kümmern sich Hubert Wünsch und Dieter Trapp aufopferungsvoll um die Zucht. Sie soll den Verein so selbstständig wie möglich machen. Mit den gezüchteten Fischen wird unter anderem die Egau bei Dattenhausen, die der Verein gepachtet hat, neu bestückt. Daneben soll die Zucht natürlich Geld einbringen, denn der Kaufpreis der Anlage muss schließlich bezahlt werden. Haupteinnahmequelle sind momentan die Forellen, weil die am schnellsten wachsen. „Wenn wir im Jahr 2000 bis 3000 Forellen verkaufen, können wir damit unseren Zins und die Tilgung bewältigen“, so Wünsch.

    Doch damit sind die Pläne des Fischereivereins noch lange nicht erschöpft. In einem der beiden Seen schlummert nämlich noch eine Rarität – Edelkrebse. „Das hier ist die erste bayerische Krebszuchtanlage“, erzählt Wünsch stolz. Allerdings sei der Bestand der zehn bis zwölf Zentimeter langen Krebse momentan beinahe bei null: „Das wird noch Jahre dauern, bis er wieder wächst.“

    Um den Schalentieren optimale Bedingungen zu bieten, gibt es zwischen den beiden Seen und den verschiedenen Aufzuchtbecken Rohre. „So wird das Wasser zusätzlich mit Sauerstoff angereichert, wenn es über eine kleine Hürde muss“, erklärt Wünsch. Zudem werden die Wasserwerte regelmäßig geprüft. „Wir untersuchen das Wasser zum Beispiel auf den ph-Wert, den Sauerstoff- und Kalkgehalt, eigentlich auf alles“, erklärt Trapp.

    Aktuell auf dem Programm der beiden steht das Abfischen, damit die Fische pünktlich zu Ostern verkauft werden können: „Wir haben am Gründonnerstag vormittags einen Stand vor dem Edeka in Wittislingen.“ Danach werden wieder 2000 neue Forellen eingesetzt. Die sind dann schon für Weihnachten.

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