Bachhagel Einen Angriff auf die Lachmuskeln startete auch heuer wieder die Theatergruppe Bachhagel mit der Auswahl ihres Stücks, welches am Samstag in der Gemeindehalle die diesjährige Theatersaison des Laientheaters eröffnete. Zur Aufführung kam das Stück „Emanzen und Pantoffelhelden“, welches unter der erfahrenen und umsichtigen Regie von Ludwig Seeger die Besucher in die Welt der unterdrückten Männer sowie in himmlische Gefilde führt. Bereits die großartige Bühnenkulisse versetzt den Zuschauer in ein nachvollziehbares Ambiente der spielenden Realität und somit auch die gut aufgelegten, spielfreudigen Darsteller in glaubhafte, überzeugende Charaktere ihres Rollenspiels.
Die Geschichte spielt in Bachhagel, wobei Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen rein zufällig und nicht bewusst aufgenommen wurden. Die Frauen von Bachhagel haben die Emanzipation in den vergangenen Jahren unter der Führung von Oberlehrerin Gscheitmeier so auf die Spitze getrieben, dass den mittlerweile völlig entrechteten Männern jede Lust am Feiern vergangen ist. Sogar beim sonntäglichen Frühschoppen ist die Gaststube beim Kirchenwirt von Männern leer gefegt, einzig der ehemalige Bäckermeister Franz Grausam traut sich noch unter die Wasser und Tee trinkenden Emanzen. In ihrer Not bitten die Männer die Heilige Maria um himmlischen Beistand, nachdem Hilferufe beim Bürgermeister, der Polizei und sogar dem VdK abschlägig beschieden wurden.
Schließlich schaltet sich auf Anordnung der Muttergottes der heilige Petrus persönlich ein und schickt drei himmlische Nothelfer, angeführt vom „Boandlkramer“ in Gestalt des ehemaligen Dorfpfarrers Oswald sowie den legendären Roider Jackl, daselbst weltbekannter G´stanzlsänger, zu einem konspirativen Treffen mit den Unterdrückten zum Kirchenwirt, wo über die Lösung für die Rettung der Männerwelt vor dem „Emanzentum“ nachgedacht werden soll. Von den Folgen dieses Treffens kann sich jeder noch bei den nächsten Aufführungen ein schönes Bild machen. Die Darsteller der Theatergruppe Bachhagel sind sehr text- und rollensicher. Hier wird die langjährige Erfahrung des Spielens und der Regieführung sichtbar und die Steigerung zu den einzelnen Handlungshöhepunkten wird sehr glaubhaft und humorvoll gespielt. Das Publikum belohnte es mit Szenenbeifall und kräftigem Schlussapplaus.
Weitere Aufführungen: Samstag, 26 November, 19.30 Uhr und am Sonntag, 27. November, 15 Uhr.