Höchstädt Über die Notwendigkeit eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Höchstädt hat sich der Stadtrat vor seiner Sitzung am Montagabend vor Ort überzeugt. Kommandant und Stadtrat Stephan Karg führte seine Kollegen durch das bestehende Gerätehaus bei der Volksschule. "Der Standort selbst ist das Problem", meinte Karg. Gerade am Vormittag und am Mittag sei das Ausrücken in der stark befahrenen Prinz-Eugen-Straße schwierig. Aber auch die Zustände im alten Gebäude sind nach Ansicht der Floriansjünger nicht mehr zeitgemäß. Die Sanitäranlagen seien veraltet, der Aufenthaltsraum dient Küche, Lager und Vorratsraum in einem, die Tore entsprächen nicht mehr den Unfallverhütungsvorschriften, für die Ausbildung der Maschinisten gebe es keine geeigneten Räume. Von Berthold Veh

"Dem Stadtrat ist klar, dass dringender Handlungsbedarf besteht", sagte Bürgermeisterin Hildegard Wanner. In der anschließenden Sitzung gaben die Räte denn auch eine einstimmige Absichtserklärung ab, dass nach der Fertigstellung der Großprojekte Kindergarten und Kinderkrippe (siehe weiteren Bericht) ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut werden soll.
Die Überlegungen reichen bis ins Jahr 1995 zurück. Vor etwa neun Jahren gab es auch schon Pläne für den Bau. Ein Grundstück stehe in der Nähe des Bahnhofs zur Verfügung, erläuterte Wanner. Eine Absichtserklärung allein bringe nicht viel, stellte 3. Bürgermeister Hans Mesch fest. Er forderte eine Entscheidung ein, ob man das LEW-Gebäude hinter dem Schloss für den Zweck kaufen wolle oder am Standort Bahnhofsgelände festhalte. Die Verwirklichung über die KFB (siehe weiteren Artikel) sei ebenfalls ein interessanter Aspekt.
Karg entgegnete, die Absichtserklärung für den Bau des Feuerwehrgerätehauses sei nicht nur eine lapidare Aussage: "Ich sehe dies schon sehr positiv." Die Erklärung sei eine "saubere Geste", meinte auch Franz Mayerle, sie sorge bei den Feuerwehrleuten für Motivation. Bernhard Uhl sagte, die Kosten für einen Umbau des LEW-Gebäudes müssten mit dem Aufwand für einen Neubau beim Bahnhof verglichen werden. Rathauschefin Wanner geht allerdings davon aus, dass das LEW-Gebäude für das Feuerwehrhaus nicht in Frage kommt.
Rohbau in Eigenleistung?
Günter Ballis wies während der langen Debatte auf die angespannte Finanzlage der Stadt hin. Ähnlich wie bei der SSV Höchstädt könne der Rohbau ein Stück weit durch die Floriansjünger in Eigenleistung erstellt werden.
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