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Höchstädt: Jäger erlegt aus Versehen Vereinsheim

Höchstädt

Jäger erlegt aus Versehen Vereinsheim

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    Querschläger: Ein Jäger wollte eigentlich eine Graugans treffen, die Kugel ging jedoch vorbei und traf das Vereinsheim für Deutsche Schäferhunde in Höchstädt. Foto: Veh
    Querschläger: Ein Jäger wollte eigentlich eine Graugans treffen, die Kugel ging jedoch vorbei und traf das Vereinsheim für Deutsche Schäferhunde in Höchstädt. Foto: Veh Foto: Berthold Veh

    Eigentlich war ein 62-jähriger Mann am Sonntagvormittag auf der Jagd nach Graugänsen. Doch ein Schuss des Jägers ging in Höchstädt daneben. Er prallte auf dem Boden auf und schlug in das nahe gelegene Vereinsheim für Deutsche Schäferhunde in der Wertinger Straße ein. Das Projektil des Gewehres durchschlug die hölzerne Außenwand des Heimes und bohrte sich in die gegenüberliegende Eckbank.

    Beim Einschlag befanden sich sechs Vereinsmitglieder im Raum. Ernsthaft verletzt wurde laut Polizei niemand, zwei Personen wurden von umherfliegenden Holzsplittern und Putz getroffen. Dass an diesem Sonntag sechs Personen im Vereinsheim waren, war laut Vorsitzendem Rudolf Müller Zufall: "Es herrschte Übungsbetrieb. Sonst sind nicht so viele da."

    Er selbst war nicht dabei, hat sich aber von seinen Vereinskollegen den Vorgang genau schildern lassen. "Es hat einen Knall gegeben und sie dachten, die Glühbirne sei durchgebrannt. Die hat aber noch weiter geleuchtet", so Müller. Dann erst haben die Mitglieder den Einschuss in der Eckbank bemerkt.

    "Alle hatten richtig Glück. Sowohl die Anwesenden, also auch der Jäger", meint Müller. Laut dem Vorsitzenden hat der Jäger einen Fehler gemacht, er hätte nicht in Richtung Vereinsheim schießen sollen.

    Polizeisprecher Robert Göppel sagt, der 62-Jährige sei berechtigt, dort auf die Jagd zu gehen: "Das Vereinsheim steht frei im Land, dort darf er jagen." Der Mann sei bei Abgabe des Schusses etwa 800 Meter von dem Vereinsheim entfernt gewesen und habe es nicht gesehen. Dieses sei durch dichten Bewuchs verdeckt. Laut Göppel übernimmt die Kriminalpolizei die Ermittlungen und ein ballistischer Sachverständiger des Landeskriminalamtes wurde hinzugezogen. Der Sachschaden beträgt 300 Euro. (sb)

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