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Landwirtschaft: Kästle kandidiert nicht mehr

Landwirtschaft

Kästle kandidiert nicht mehr

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    Mit großen Aufklebern will der Dillinger BBV das Verständnis der Bevölkerung für den Kampf der Bauern gegen den zunehmenden Landverbrauch und für das hohe landwirtschaftliche Verkehrsaufkommen zur Erntezeit wecken. Von links: Kreisobmann Hermann Kästle, seine beiden Stellvertreter Albert Sporer und Karl Schneider, AELF-Chef Magnus Mayer, BBV-Jagdreferent Ulrich Hins und BBV-Kreisgeschäftsführer Eugen Bayer.
    Mit großen Aufklebern will der Dillinger BBV das Verständnis der Bevölkerung für den Kampf der Bauern gegen den zunehmenden Landverbrauch und für das hohe landwirtschaftliche Verkehrsaufkommen zur Erntezeit wecken. Von links: Kreisobmann Hermann Kästle, seine beiden Stellvertreter Albert Sporer und Karl Schneider, AELF-Chef Magnus Mayer, BBV-Jagdreferent Ulrich Hins und BBV-Kreisgeschäftsführer Eugen Bayer. Foto: Foto: BBV

    Finningen Die Ortsobmänner des BBV haben sich in Finningen gemeinsam mit den Vorständen der Jagdgenossenschaften zu ihrer Herbstversammlung getroffen. Nachdem im Kreis in den kommenden Monaten etliche Jagdreviere neu verpachtet werden, packte BBV-Jagdreferent Ulrich Hins die Gelegenheit beim Schopf. Er appellierte an die Obmänner, sich in ihren Jagdgenossenschaften bei der Gestaltung der neuen Pachtverträge mit Nachdruck für die Anliegen der Landwirte einzusetzen, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Kreisobmann Hermann Kästle blickte auf ein „spannendes Jahr“ zurück. Er teilte mit, dass er für eine weitere Wahlperiode als Kreisobmann nicht mehr kandidiere. Insgesamt dürften die Bauern mit ihrer Ernte zufrieden sein, wenngleich sie das Auf und Ab an den Märkten ständig vor neue Herausforderungen stelle, so Kästle. So sei die Lage der Betriebe, die Schweine halten, nach wie vor sehr schwierig.

    BBV-Kreisgeschäftsführer Eugen Bayer erläuterte die Modalitäten der anstehenden Verbandswahlen. Zudem ging er auf die Pläne der EU-Kommission ein und stellte fest, dass den Bauern ein neues Bürokratiemonster drohe. Der Leiter des Amtes für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten Wertingen, Magnus Mayer, machte die Obmänner mit der neuen Struktur seiner Behörde vertraut. Um das Ziel einer schlanken Verwaltung zu erreichen, wurde die einzelbetriebliche Produktionsberatung an Verbundpartner wie das LKV oder die Maschinenringe ausgelagert. Die betriebswirtschaftliche Einzelberatung verbleibt dagegen im Aufgabenbereich der Landwirtschaftsämter.

    Referat zum Thema Wildschaden

    In seinem Fachvortrag befasste sich Ulrich Hins, Jagdreferent an der BBV-Hauptgeschäftsstelle in Augsburg und Beauftragter für die Arbeitsgemeinschaften der Jagdgenossenschaften in Schwaben, mit der Frage, um welche Aspekte sich der Ortsobmann bei der Verpachtung des Gemeinschaftsjagdreviers kümmern sollte. Hier stehe naturgemäß das Thema „Wildschaden“ im Vordergrund.

    Der Obmann lege sein Augenmerk mehr auf die Landwirte, die von ihren Flächen leben und auf ihnen gute Erträge erwirtschaften müssen, sagte Hins – und Wildschäden könnten diese Erträge beeinträchtigen.

    Viele Jagdgenossen besitzen zwar Flächen, haben sie aber verpachtet, weil sie keine aktiven Landwirte mehr sind. Anders als diese stehen die aktiven Landwirte bei der Jagdverpachtung vor einigen Problemen: Die Schwarzwildbestände sind hoch, nehmen weiter zu und der Schadensdruck steigt, während die Jagd auf die Schwarzkittel immer noch unzureichend sei. Zugleich sind für die Bauern die Pachtflächen und die Betriebsmittel teurer, sodass die Bewirtschaftungskosten steigen. Wenn dann auch noch in den Jagdpachtverträgen der Wildschadensersatz ungenügend reguliert ist, erhöht sich das finanzielle Risiko für die Landbewirtschafter.

    Wenn es um das Aushandeln der Bestimmungen im Jagdpachtvertrag geht, sollte der Ortsobmann darauf achten, dass das Jagen und nicht das Hegen des Wilds im Vordergrund steht und Regelungen zur Verhinderung von Wildschäden getroffen werden, so Hins. (pm)

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