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Mödingen: Kanalsanierung: Bürger legen Widerspruch ein

Mödingen

Kanalsanierung: Bürger legen Widerspruch ein

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    Kanalsanierungen sorgen für Ärger
    Kanalsanierungen sorgen für Ärger Foto: Salvamoser

    Von Martina Bachmann

    Mödingen Achim Wurm ist der erste, der sich bei der Mödinger Bürgerversammlung meldet. Er habe einen Bebauungsplan für das Gebiet Am Mittelfeld von 1962 zu Hause, sagt er. Darin werde die Geschossfläche mit 0,3 berechnet. Das wiederum könnte bedeuten: Achim Wurm müsste deutlich weniger Anteil am neuen Kanal bezahlen, als ihm die Gemeinde Mödingen in einem Bescheid mitgeteilt hat. Von Bürgermeister Walter Joas bekommt Wurm am Mittwochabend jedoch keine genaue Antwort. Denn weil mehrere Mödinger Widerspruch gegen die Bescheide eingelegt haben, kommt es vielleicht zum Rechtsstreit.

    Joas sagt: „Das muss jetzt zunächst das Landratsamt klären.“ Und im Falle des Falles müsse das Verwaltungsgericht entscheiden. Sollte sich herausstellen, dass die Bescheide falsch gewesen wären, würden alle Bürger einen neuen bekommen. Wer jetzt einen Widerspruch einlege, der müsse trotzdem bezahlen, sagt Joas, sonst werde er angemahnt. 1,5 Millionen Euro kostet der neue Kanal, 1,2 Millionen Euro davon müssen die Bürger übernehmen. Deshalb hat die Kommune auch die Gebühren erhöht: Der Kubikmeter Abwasser kostet seit dem 1. Januar statt 2,20 Euro nun 2,90 Euro. Die Grundgebühr wurde von 26 Euro auf 45 Euro im Jahr angehoben. Und während die Besucher im Sportheim auf diese Zahlen mit einem Raunen reagieren, rechnet Bürgermeister Joas vor, dass man die Gebühr pro Kubikmeter auf 8,90 Euro erhöhen hätte müssen, um den neuen Kanal zu finanzieren. Der Gemeinderat habe aber beschlossen: „Das können wir den Bürgern nicht zumuten.“

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