Nach der Schimmelkontrolle im Unterliezheimer Kindergarten hat sich einiges verändert. Kalte Räume und schwarze Ecken gehören der Vergangenheit an Von Simone Bronnhuber

Unterliezheim „Wir sind froh, dass sich das Problem gelöst hat. Es ist unser Anspruch, dass sich Kinder und Personal in unserer Einrichtung wohlfühlen“, sagt Lutzingens Bürgermeister Eugen Götz. Knapp acht Monate nachdem bekannt wurde, dass im Kindergarten in Unterliezheim Schimmelkontrollen durchgeführt wurden, gehören diese Probleme nun der Vergangenheit an, so Götz.
Beschwerde eingelegt
Wie berichtet, klagte der Elternbeirat, dass seit Mai 2009 Schimmel in den Ecken sei und die Räume viel zu kalt seien. Vorsitzender Rainer Burggraf sagte gegenüber der DZ: „Meldungen an die Gemeinde wurden größtenteils ignoriert oder als unbedenklich eingestuft.“ Daraufhin legte der Rat Beschwerde beim Gesundheitsamt ein. In einer offiziellen Stellungnahme der Behörde hieß es damals: „Eine vor Ort vorgenommene Einschätzung nach Augenschein ergab keinen unmittelbaren Handlungsbedarf, da die Gemeinde zugesichert hat, alle notwendigen Maßnahmen in Bezug auf sachgerechtes Heizen und Lüften zu ergreifen.“ Und es hat sich einiges getan: Regelmäßiges Lüften, die Heizung wurde nach oben gestellt, eine zusätzliche Reinigungskraft eingestellt, ein neuer Computer wurde angeschafft und seit Kurzem gibt es im Kindergarten ein Kopiergerät. Außerdem wird mit speziellen Messgeräten täglich die Raumtemperatur sowie die Luftfeuchtigkeit kontrolliert. In einem Protokoll werden die Ergebnisse festgehalten. „Seither gab es auch keine dunklen Flecken mehr. Es ist wieder alles in Ordnung“, so Bürgermeister Eugen Götz bei einem Ortstermin im Kindergarten in Unterliezheim. Auch 2. Bürgermeister Peter Hurler sagt: „Es macht schon Sinn, dass jetzt alles genau kontrolliert wird. Auch die Kommunikation zwischen Elternbeirat und Gemeinde ist besser geworden.“ Das bestätigt auch Rainer Burggraf: „Wir werden besser informiert und wir haben das Versprechen, dass wir über anstehende Schritte informiert werden.“ Es habe sich seiner Meinung nach auf jeden Fall gelohnt, die Problematik öffentlich zu machen. „Unsere Nachfolger sollten jetzt auch an dem Thema dranbleiben“, so Burggraf.
Der jetzige Elternbeirat legte sein Amt vor Kurzem nieder. „Wir werden den neuen Rat natürlich aber auch weiter mit Hintergrundwissen unterstützen – falls nötig.“ Und auch Bürgermeister Eugen Götz sagt: „Wir wollen miteinander arbeiten und auch rechtzeitig informiert werden, wenn irgendetwas nicht passt.“
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