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Mooseum: Lange strampeln für eine Minute Computer

Mooseum

Lange strampeln für eine Minute Computer

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    Bis September ist die neue Ausstellung „Klima & Co.“ im Bächinger Mooseum zu sehen.
    Bis September ist die neue Ausstellung „Klima & Co.“ im Bächinger Mooseum zu sehen. Foto: Gaugenrieder

    Bächingen Verena Grandel muss ganz schön in die Pedale treten. Aus der Puste kommt die Vorsitzende des Bächinger Vereins für Gartenbau, Heimat und Umwelt zwar nicht, aber bis sie genug Strom für eine Minute Computerbetrieb zusammengestrampelt hat, dauert es trotzdem eine Weile, für eine Minute Halogenstrahler noch ein bisschen länger.

    Das Sitzfahrrad – es ist nur ein Baustein der neuen interaktiven Ausstellung „Klima & Co.“ des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU), die seit dieser Woche im Mooseum in Bächingen zu sehen ist. Sie soll, so Stefan Leitschuh vom LfU bei der Eröffnung der Ausstellung, Erwachsene, vor allem aber Jugendliche und Kinder für den Klimaschutz sensibilisieren. „Denn sie sind Multiplikatoren und die Entscheidungsträger von morgen.“

    500 Tonnen neues Kohlendioxid pro Sekunde

    Durch die Ausstellung führte bei der Eröffnung Vera Link, die maßgeblich bei deren Konzeption mitgewirkt hatte. Sie erklärte die einzelnen Stationen, etwa die CO2-Uhr, deren rote Ziffern unablässig wechseln. 500 Tonnen neues Kohlendioxid bläst die Menschheit pro Sekunde in die Atmosphäre, wie Link erklärt. Daneben wird am Energiewürfel auch erklärt, wie der Treibhauseffekt funktioniert, bei einem interaktiven Spiel gilt es, richtig zu erraten, welche Länder pro Person den höchsten täglichen Energieverbrauch haben. Deutschland, so zeigt sich schnell, rangiert hier auf Platz 3, gleich hinter den USA und Russland.

    Für Staunen sorgt auch die nächste interaktive Station, bei der die Energieverluste deutlich werden. So kommt bei einem Computer-Röhrenmonitor durch Verluste bei der Stromerzeugung, der Leitung und der Abwärme gerade einmal ein Prozent der ursprünglich eingesetzten Energie an. Erklärt wird in der Ausstellung aber auch, was eigentlich Energie ist, wie viel Kohle, Öl oder Erdgas man zur Erzeugung einer Kilowattstunde braucht und was man damit dann machen kann – etwa eine Ladung Wäsche waschen oder sieben Stunden fernsehen. Ergänzt wird die Ausstellung, die bis September im Mooseum bleibt, durch eine Lehrerhandreichung, da sie sich hauptsächlich an Schulklassen richtet.

    Um das Thema „Klima“ weiter zu vertiefen, hat das Mooseum daneben noch die nagelneue Klimakiste im Angebot. Die gibt es gleich in mehreren Ausführungen. Sie können ab sofort ausgeliehen werden, beschäftigen sich etwa mit Wind-, Wasser- und Sonnenkraft oder dem Kohlenstoffkreislauf und sind, so Sebastian Diedering vom Mooseum, für alle Schularten geeignet. Wer die neue Klimaausstellung besuchen will, kann dafür im Mooseum (Telefon 07325/952583) einen Termin vereinbaren.

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