Die Piloten eines Air-Berlin-Flugzeugs wurden von Laserstrahlen geblendet. Sie gaben der Polizei die Koordinaten. Diese führten nach Syrgenstein im Landkreis Dillingen. Von Yvonne Salvamoser

Geblendet von Laserstrahlen, meldeten die Piloten eines Air-Berlin-Flugzeugs ihre Koordinaten am Samstagabend, 1. Oktober, gegen 21 Uhr dem Münchner Flughafen. Wie die Polizei weiter berichtet, konnte die anschließend verständigte Giengener Polizei zwei Verdächtige ermitteln.
Zwei 15 und 16 Jahre alte Jugendliche aus Syrgenstein (Landkreis Dillingen) hatten mit einem Laserpointer herumgespielt, sagt Manfred Thiel, Pressesprecher der Polizeiinspektion Dillingen. Andere Jugendliche aus dem Ort, die an diesem Abend zu der Laser-Attacke befragt wurden, hatten den baden-württembergischen Polizisten den Tipp gegeben.
Zwar habe für Passagiere und Flugzeugführer in der Maschine, die von Stuttgart aus ins ägyptische Hurghada unterwegs gewesen war, keine Gefahr bestanden, trotzdem wird gegen die beiden Syrgensteiner weiter wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr ermittelt. Schon Mitte August war es im Bereich zwischen Lauingen und Giengen zu einen ähnlichen Vorfall gekommen: Beim Anflug auf den Stuttgarter Flughafen gab der Pilot an, von einem Laserpointer geblendet worden zu sein.
Darüber hinaus hätten die beiden Jugendlichen in den vergangenen Tagen auch Autos mit den Laserstrahlen geblendet, gibt die Giengener Polizei an. In der Dillinger Dienststelle allerdings liegen dazu bislang keine Anzeigen vor.
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