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Gemeindekasse: Mit Zuweisungen finanziell flexibel

Gemeindekasse

Mit Zuweisungen finanziell flexibel

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    Das neue Feuerwehrgerätehaus in Wittislingen nimmt Gestalt an. Allein heuer sind für den Bau 314000 Euro im Haushalt eingeplant.
    Das neue Feuerwehrgerätehaus in Wittislingen nimmt Gestalt an. Allein heuer sind für den Bau 314000 Euro im Haushalt eingeplant.

    Wer durch den Haushalt für Wittislingen blättert, stolpert zwangsläufig über eine Zahl: 869656. Sie markiert die Höhe der Schlüsselzuweisungen vom Freistaat. Und die fallen 2012 acht Mal höher aus als durchschnittlich in den Jahren zuvor. Der Grund: Vor zwei Jahren hatte die Gemeinde eine Gewerbesteuerrückzahlung zu stemmen, die sich jetzt positiv in den Finanzen niederschlägt.

    „Wegen der hohen Schlüsselzuweisungen tun wir uns heuer sehr leicht“, sagt deshalb auch Zweite Bürgermeisterin Hannelore Wengert, die gemeinsam mit Kämmerer Dieter Cimander den kürzlich vom Gemeinderat verabschiedeten Haushalt vorstellte. Zudem muss die Gemeinde in diesem Jahr mit rund 330000 Euro um einiges weniger Kreisumlage zahlen. Zum Vergleich: 2011 gingen rund 790000 Euro an den Landkreis. Damit bleiben heuer rund 1,2 Millionen Euro, die die Gemeinde zur freien Verfügung hat. Und anders als in den zurückliegenden Jahren, muss Wittislingen 2012 kein Darlehen aufnehmen. „Aber wir leisten uns keine Kür“, erklärt Wengert. Alle großen Projekte, die die Gemeinde in diesem Jahr anpacken möchte, seien Pflichtaufgaben. „Wir haben nichts, was wir schieben können“, sagt Wengert.

    So sind 200000 Euro für das Hebewerk am Friedhof veranschlagt, mit dem das Abwasser über die Egau geführt und kontrolliert in die Kläranlage geleitet werden kann. Den Bau habe man einige Jahre geschoben. „Es muss heuer gebaut werden, ganz klar“, sagt Wengert mit Nachdruck. Auch die Verlegung von Glasfaserkabel für schnelleres Internet ist beschlossene Sache: 100000 Euro Zuschuss vom Land sind dafür im Haushalt festgeschrieben. Den Rest, 95000 Euro, übernimmt die Gemeinde. Im Bau befindet sich schon das neue Feuerwehrgerätehaus, in dem gerade die Heizung installiert wird. Im Haushalt 2012 sind 314000 Euro dafür eingeplant. Nicht mehr länger warten wollte man mit der Dorferneuerung. Schließlich diskutiere man darüber schon seit 2007, räumt Wengert ein, um zu relativieren: „Ein solch umfassendes Projekt braucht Zeit.“ Rund 124000 Euro sind im Haushalt für Entwurfs- sowie Ausführungsplanung jetzt verzeichnet.

    Mehr dazu lesen Sie in der Freitag-Ausgabe der Donau-Zeitung.

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