Ziertheim Neupriester Konrad Bestle aus Ursberg kam am vergangenen Samstag und Sonntag in die Heimatgemeinden seiner Eltern zur feierlichen Nachprimiz. Vater Konrad Bestle stammt aus Ziertheim, seine Mutter Hermine, geborene Wiedemann, kommt aus Dattenhausen. Nachdem die Musikkapelle Egautal Dattenhausen den Gast mit einem Ständchen begrüßt hatte, folgte der feierliche Einzug mit allen Ministranten und den Erstkommunionkindern ins Gotteshaus. Monsignore Josef Philipp zelebrierte mit Bestle die Messfeier. Die Chorgemeinschaft unter der Leitung von Marianne Lang, unterstützt von Instrumentalisten, trug mit der Deutschen Messe von Franz Bühler zur festlichen Gestaltung der Gottesdienste in beiden Gemeinden bei.
Sohn der Cousine getauft
Franz Bühler komponierte die aufgeführte Messe in der Zeit nach der Säkularisation, als durch die Schließung vieler Klöster der Mönchsgesang wegfiel. Auf diese Weise wollte der Komponist zu einer lebendigen Gestaltung der Gottesdienste beitragen. Das Original dieser Messe wird heute im Kloster Ursberg, dem Heimatort von Konrad Bestle aufbewahrt.
Neupriester Bestle brachte sein wertvolles Primizmessgewand und die von den Ursberger Schwestern künstlerisch gestaltete Primizkerze mit. Am Ende des Gottesdienstes wurde die Möglichkeit, den Einzelprimizsegen zu erhalten von allen Gläubigen angenommen. Beim anschließenden Stehempfang im Schützenheim in Ziertheim folgten, nach der Gratulation der Musikkapelle, der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Herta Zacher, des Bürgermeisters Josef Foitl und der Chorgemeinschaft, angeregte Gespräche vieler Besucher mit dem Primizianten. Auch Vater Konrad Bestle, der als Direktor des Gymnasiums in Ursberg wirkt, nutzte während des Abends die Gelegenheit, Erinnerungen aus seiner Jugendzeit in Ziertheim wieder aufleben zu lassen. In Dattenhausen durfte der Neupriester am Sonntag als eine seiner ersten Amtshandlungen dem Sohn seiner Cousine das Sakrament der Taufe spenden. (pm)