Von Martina Bachmann
Höchstädt Nicht mal eine Strophe. Nicht mal einen Takt. Nein, es braucht nur einen einzigen Ton – und alle flippen aus. Auf den Tischen, auf den Bänken, dicht an dicht auf der Tanzfläche, „Jaa-Rufe“, begeistertes Klatschen, lauter Jubel. 30 Jahre ist dieses Lied alt, seit 30 Jahren gibt es einen Skandal um Rosi. Und fast jeder im proppenvollen Zelt beim Höchstädter Frühlingsfest am Freitagabend kennt alle Textzeilen des Spider-Murphy-Hits auswendig, singt begeistert und lauthals mit: „In München steht ein Hofbräuhaus…“
Zwei Stunden zuvor stehen die ersten schon auf den Tischen, bevor die Gang überhaupt die Bühne betritt. Die Vorband Forever und DJ Helmut machen gute Stimmung – und doch alle warten nur auf sie. Auf die Spiders aus München, die Rock ’n’ Roller aus Schwabing, die mit den bayerischen Texten. Veranstalter des ersten Höchstädter Frühlingsfestes sind die Discomakers aus Höchstädt, die heuer ihr 20-jähriges Betriebsjubiläum feiern. Die Verpflegung der Gäste übernehmen die ehrenamtlichen Helfer der SSV Höchstädt, ein Teil des Erlöses geht an das Projekt Zukunft, ein Teil an die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung. Noch während SSV-Vorsitzender Jakob Kehrle die Besucher begrüßt, rufen die ersten schon nach den Spiders. Und dann, endlich, kommen sie auf die Bühne – und starten mit dem Selbstbekenntnis „Mir san a bayerische Band“.
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