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Konzert: Sogar dem Schleifpapier schöne Töne entlockt

Konzert

Sogar dem Schleifpapier schöne Töne entlockt

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    Die Musikvereine Haunsheim und Frauenriedhausen gaben ein gemeinsames Konzert in der Haunsheimer Turnhalle.
    Die Musikvereine Haunsheim und Frauenriedhausen gaben ein gemeinsames Konzert in der Haunsheimer Turnhalle. Foto: Foto: Kaipf

    Haunsheim Voll besetzt war die Turnhalle der Grundschule Haunsheim beim Gemeinschaftskonzert der Musikvereine aus Haunsheim und Frauenriedhausen. Und die rund 200 Besucher wurden nicht enttäuscht, wurde doch im Verlauf des Abends ein breites Repertoire an Stilrichtungen präsentiert, das eindrucksvoll die Bandbreite der Blasmusik demonstrierte.

    Eindrucksvoll war auch der Aufmarsch der 43 Musikerinnen und Musiker, die mit Lothar Gottlöbers Komposition „Auf der Champs Elysee“ eine unbeschwerte und beschwingte Eröffnung gestalteten. Moderator Tobias Erdt verstand es bestens, während des Konzertes die interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer mit Niveau und Humor auf die Stücke vorzubereiten, um gerade bei den originalen Blasmusikkompositionen das Hörverständnis zu erleichtern. So auch beim Stück „Divertimento“ von Lorenzo Pusceddu, mit dem der stets besonnen agierende Dirigent Uwe Kaipf das Orchester vor eine besondere Herausforderung gestellt hatte.

    Auf dem persischen Markt

    Ein besonderes Solostück wartete danach auf das Publikum, denn beim „Sandpaper Ballett“ von Leroy Anderson entlockten die Solisten Margit Neher, Andreas Kaipf und Christian Bösch profanem Schleifpapier ungewohnte musikalische Töne. Orientalische Klänge schwebten mit „Auf einem persischen Markt“ durch den Saal. Vor der Pause servierte die Kapelle dann noch ein besonderes Schmankerl und bot mit Walter Tuschlas Arrangement „Verdi“ einen Auszug mit den schönsten Melodien aus seinen Werken. Nach der Pause übernahmen dann die 25 Musikerinnen und Musiker der Jugendkapelle Haunsheim die Bühne und beeindruckten mit Stücken wie „Silver Creek Valley“, „Prinz Ali“ und dem Lady-Gaga-Kracher „Born this way“.

    Dabei war den jungen Nachwuchsmusikanten die Freude am Musizieren anzumerken, wenngleich festzustellen war, dass Intonation und Stimmung ein wenig unter der puren Spiellaune gelitten hatten. Doch das verzieh das Publikum dem jungen Orchester gerne und forderte natürlich eine Zugabe. Knallbunte Plastikrohre namens Boomwhackers kamen bei „Boomwhackers Fiesta“ zum verblüffenden Einsatz.

    Sentimentale Filmmusik

    Im letzten Teil zog dann das große Gemeinschaftsorchester noch mal alle Register und spannte den Bogen von der sentimentalen Filmmusik aus „Das Leben ist schön“ zum Posaunen-Soloklassiker „Matrimony“. Sören Kling, Günter Kosempel, Gerhard Schuster und Andreas Kienmoser beeindruckten mit ihrem satten Posaunensound und spielten sich in die Herzen der Zuhörer.

    Zum Schluss bebte dann noch einmal die Halle, stand doch mit „Bon Jovi Rock Mix“ noch ein absolut rockiges Arrangement von Wolfgang Wössner auf dem Programm, das gerade beim jüngeren Publikum sehr guten Anklang fand. Insgesamt stellte die Haunsheimer und Frauenriedhauser Musikantenfreundschaft eine gelungene Liaison dar.

    Kein Wunder also, dass die Musikanten erst nach drei Zugaben von der Bühne gelassen wurden, was vielleicht auch an der Wahl der Zugaben lag. Denn mit dem „Fliegermarsch“ und „Rosamunde“ wurde natürlich genau der Nerv des Publikums getroffen. Mit Kurt Gäbles „Hymne an die Freundschaft“ setzte Uwe Kaipf in seiner treffenden Stückauswahl einen Schlusspunkt unter ein gelungenes Konzert. (pm)

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