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Energie: Spaten und Trillerpfeifen

Energie

Spaten und Trillerpfeifen

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    Während die einen am Spaten ihre Arbeit taten (unten), demonstrierten andere gegen die Windkraftanlagen im Zöschinger Forst.
    Während die einen am Spaten ihre Arbeit taten (unten), demonstrierten andere gegen die Windkraftanlagen im Zöschinger Forst.

    Zöschingen „Ich bin zwar geladener Gast, aber ich stell’ mich zu den Gegnern“, sagte gestern Nachmittag Andreas Mengele. Gut zwei Dutzend Menschen protestierten während des ersten Spatenstichs gegen die geplanten zehn Windkraftanlagen im Zöschinger Staatsforst. 40 Millionen Euro werden für den „Bürgerwindpark“ investiert. Eigentümer sind rund 900 Genossen und Kommanditisten, die überwiegend in der Region wohnen. Dies hoben in ihren Grußadressen im eigens aufgebauten Zelt vor Bürgermeistern, Investoren und Repräsentanten der Region Landrat Leo Schrell sowie die Landtagsabgeordneten Georg Winter und Christine Kamm hervor. Sie waren mit einem gellenden Pfeifkonzert empfangen worden. Die Demonstranten – nach Schätzung von Bürgermeister Norbert Schön etwa zur Hälfte aus Zöschingen selbst – schwenkten vor den Fernsehkameras Plakate mit Aufschriften wie „Schön, Sing, Steiner und Schrell – ab ins Pfefferland ganz schnell“ oder „Trotz Sonnenschein ein schwarzer Tag für Zöschingen“. Bekanntlich sollte ein Bürgerbegehren die Anlage verhindern. Dafür waren auch mehr als doppelt so viel Unterschriften wie nötig gesammelt worden, aber wegen einer angeblichen Nichteinhaltung von Fristen war es abgelehnt worden. Seither fühlen sich die Gegner von Bürgermeister und Landratsamt verschaukelt.

    Nach dem von Beifall auf der einen und Trillerpfeifen-Lärm auf der anderen Seite begleiteten offiziellen Spatenstich durch Georg Honold sen. und jun. sowie den Politikern und Investoren traten im Zelt gleich zehn Redner ans Pult. Georg Winter, Christine Kamm, Norbert Schön, Leo Schrell Reinhard Strobl vom Staatsforst und Thomas Frey vom Bund Naturschutz sowie Raiffeisen-Volksbank-Vorstand Alexander Jall lobten einerseits die Standhaftigkeit der Projektbetreiber und die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit von Windkraftanlagen zu einer gelungenen Energiewende andererseits.

    Georg Winter kündigte an, dass im bayerischen Haushalt die Beratung für Bürgerwindkraftanlagen mit einer Summe von sechs Millionen Euro gefördert werden soll. Er sprach sich außerdem für eine Positivauswahl bei bayerischen Standorten aus, um weiter entfernte zu favorisieren: „Wir wollen keine Windräder neben der Kirche.“ Landrat Leo Schrell und Alexander Jall hoben die Wertschöpfung in der Region hervor.

    Die Veranstaltung verlief friedlich, die vier vorsorglich aufgebotenen Polizisten mussten nicht eingreifen.

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