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Landschaftsschutzgebiet: Streit um Steine in Thalheim

Landschaftsschutzgebiet

Streit um Steine in Thalheim

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    „Das ist doch der totale Wahnsinn. 60 Jahre ging es ohne Verwaltung, ohne Bürokratie und ohne jegliche Kosten.“Xaver Meyer
    „Das ist doch der totale Wahnsinn. 60 Jahre ging es ohne Verwaltung, ohne Bürokratie und ohne jegliche Kosten.“Xaver Meyer

    Von Simone bronnhuber

    Thalheim Seit 60 Jahren deponieren Thalheimer Landwirte Steine, die sie von ihren Feldern abklauben, in einer kleinen stillgelegten Kiesgrube. Jeder Bürger aus nah und fern konnte diese – egal, zu was er die Steine brauchte – kostenlos mitnehmen. Das behauptet zumindest Xaver Meyer. Der Thalheimer wurde im Juli vergangenen Jahres aber genau deshalb nun von der Marktgemeinde Bissingen wegen Diebstahls angezeigt. „Das ist doch der totale Wahnsinn. 60 Jahre ging es ohne Verwaltung, ohne Bürokratie und ohne jegliche Kosten. Und jetzt war es auf einmal Diebstahl“, schimpft der Thalheimer. Mittlerweile wurde das Verfahren gegen Meyer eingestellt, Bürgermeister Michael Holzinger hat den Strafantrag zwei Monate nach dem Vorfall im Juli zurückgezogen.

    „Es gibt keinen Steinbruch im Gemeindeteil Thalheim an dieser besagten Stelle und keinen genehmigten Platz für das Abladen der Steine. Im Landschaftsschutzgebiet ist es nicht gestattet, ohne Erlaubnis Erdbewegungen vorzunehmen, was der Fall war und auch in der Vergangenheit schon öfter vorgekommen ist“, schreibt Holzinger in einer Stellungnahme der Marktgemeinde Bissingen. Im Fall Meyer seien Steine weggekommen, die erstens dort nicht hätten abgelagert werden dürfen, zweitens sei Xaver Meyer nicht Eigentümer der Steine gewesen.

    Mehr lesen Sie in der Freitag-Ausgabeb der Donau-Zeitung.

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