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Freiwilliger Einsatz: Verjüngungskur für den Wald

Freiwilliger Einsatz

Verjüngungskur für den Wald

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    Ganz so locker, wie auf dem Bild für den Fotografen, ging es nicht zu bei der Baumpflanzung in Medlingen. Teilweise musste Schwerarbeit geleistet werden.
    Ganz so locker, wie auf dem Bild für den Fotografen, ging es nicht zu bei der Baumpflanzung in Medlingen. Teilweise musste Schwerarbeit geleistet werden. Foto: von Neubeck

    Medlingen „Ich werde das wohl nicht mehr miterleben,“ sagte Altbürgermeister Hans Taglang am vergangenen Samstag auf die Frage des DZ-Reporters, wann die gepflanzten Bäumchen schlagreif sind. Circa 1000 Stück haben freiwillige Helfer unter Führung von Bürgermeister Stefan Taglang und unter fachlichen Anleitung von Förster Joachim Trost am Samstag gesetzt. Trost kennt die genaue Zahl: „Es waren 700 Rotbuchen, 100 Roteichen, 150 Weißtannen und 100 Ulmen. Ziel sei es, aus den großflächigen Monokulturen im Zuge des derzeit laufenden Waldumbaus Mischwälder zu schaffen. Deshalb ist der Anteil der Laubbäume auch so groß.

    In aller Frühe kamen die Helfer zusammen – über ein Dutzend waren es dieses Jahr –, um mit Spaten und bloßen Händen, die Bäumchen zu pflanzen. Dazu ging es ein Stück in den Forst zwischen Untermedlingen und dem Pfannental. Gepflanzt wird im gemeindeeigenen Wald, der allerdings auf Haunsheimer Flur liegt.

    Holz verwendet die Gemeinde auch selbst – für ihre Hackschnitzelheizung im Rathaus, an die auch der neue Bauhof angeschlossen werden soll, für den derzeit die Ausschreibung läuft.

    Bürgermeister Stefan Taglang ist stolz auf seine freiwilligen Helfer, von denen manche heuer das erste Mal dabei waren, viele aber schon seit Jahren gemeinsam im Wald aktiv sind. Das schlägt sich direkt auch auf die Gemeindefinanzen nieder, denn durch den ehrenamtlichen Arbeitseinsatz werden auch Kosten gespart. Taglang: „Auch deshalb haben wir meist eine positive Bilanz im Gemeindewald.“ Das Gemeindeoberhaupt verweist mit Stolz darauf, dass die Aktion keine einmalige Angelegenheit ist. Seit rund zwei Jahrzehnten ist man so aktiv, Altbürgermeister Hans Taglang schätzt gemeinsam mit Waldexperte Trost, dass so weit über 20000 Bäume gesetzt wurden – im weiten Pflanzverbund mit Einzelschutz, bei engem Abstand von Zäunen geschützt, die dem Wild aber freien Zugang lassen. Im Gemeindewald sind noch Reh- und Schwarzwild, Fuchs und Dachs zu Hause.

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