Haus in Hochstein sollte von Schimmel gereinigt werden. Die Polizei vermutet, dass dabei Wasserstoffperoxyd eingesetzt wurde. Die Hausbewohner erlitten Vergiftungserscheinungen

Bissingen Bei der Polizei ging am Mittwoch gegen 22.40 Uhr die Mitteilung ein, dass in Hochstein heute ein Gebäude von einer Spezialfirma wegen Schimmelbefall bearbeitet wurde. Nun würden die Anwohner über Atembeschwerden klagen. Die durchgeführten Ermittlungen ergaben, dass es in diesem Haus vor rund einem Monat zu einem erheblichen Wasserschaden gekommen ist, der in der Folgezeit einen Schimmelbefall ausgelöst hat. Am Mittwoch nun hatte eine Spezialfirma damit begonnen, das Haus mit Bautrocknungsgeräten wieder trocken und schimmelfrei zu bekommen, so der Polizeibericht. Die Beamten vermuten, dass wegen des starken Schimmelbefalls auch die Chemikalie Wasserstoffperoxyd eingesetzt wurde. Die Ausdünstungen des Mittels seien wahrscheinlich durch die eingesetzten Bautrockner im ganzen Haus verteilt worden. Dabei erlitten alle Familienmitglieder leichte Vergiftungserscheinungen wie Hustenreiz, Übelkeit und tränende Augen. Die Mutter wurde mit ihren vier Kleinkindern vorsorglich zur Beobachtung in die Kinderklinik nach Augsburg gebracht. Der Vater und der älteste Sohn zogen mit ihren Haustieren vorübergehend zu Nachbarn. Es ist noch nicht klar, ob die Chemikalie durch die Spezialfirma oder durch den Hauseigentümer eingesetzt worden ist.
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