Landräte-Lob für die Einsatzkräfte
Die Landräte Leo Schrell und Hermann Mader (Heidenheim) sowie Bürgermeisterin Ingrid Krämmel machten sich vor Ort ein Bild vom Übungsverlauf und dem Einsatz der Kräfte. Hermann Mader lobte besonders, dass "sehr viele junge Leute engagiert dabei" seien. Zur Kooperation sagte er: "Die Zusammenarbeit zwischen Dillingen und Heidenheim war wieder sehr gut." Dem schloss sich Leo Schrell an, der konstatierte, dass das "Zusammenspiel hervorragend funktionierte". Die ehrenamtlichen Kräfte, auf die man sich im Katastrophenschutz im Wesentlichen verlassen müsse, seien "hoch motiviert". Schrell weiter: "Wir üben für den Fall, der hoffentlich nie eintritt."
Die angenommene Katastrophe war ein leichteres Erdbeben, bei dem zwar zunächst keine Menschen bedroht waren, in dessen Verlauf sich allerdings Risse in den Kerosinleitungen der Bundeswehr zeigten und zwar sowohl bei der Nord-Süd-Leitung vom Birkenried bis Reistingen als auch von Aalen Richtung Neuburg im benachbarten Landkreis Donau-Ries. Die Feuerwehren waren deshalb zuerst gefordert, entsprechende Ölsperren einzurichten, was sowohl auf der Brenz (Gundelfingen) und Egau (Wittislingen), als auch im Lohgraben (Dattenhausen) und auf der Donau (Lauingen) geschah.
Erschwerend kamen dann die Schadensfälle Tegla und Hauf hinzu. Mit schwerem Atemschutz bzw. mit speziellen ABC-Schutzanzügen drangen die Helfer in die Gebäude ein, um die Chemikalien zu sichern und nach eingeschlossenen Verletzten und Vermissten zu suchen. Die Bilanz im Dillinger Landratsamts-Stab am Ende: Lecks abgedichtet, Chemikalien gesichert, eine "Tote", 17 Verletzte erstversorgt und in die Krankenhäuser eingeliefert, ein Vermisster.
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