Laugna Es gibt kaum etwas Wertvolleres als das heimische Obst. Dies war eine der Erkenntnisse bei der Frühjahrsversammlung des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege. Und Norbert Metz vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken lieferte dazu gleich die einsichtigen Argumente:
Wertvoll am heimischen Obst seien neben den Vitaminen die In-haltsstoffe Polyphenole, die Phenolverbindungen und der Stoff Pektin. Gerade diese Stoffe seien hilfreich für die Verdauung und die dafür zuständigen Organe. „Das Gesunde im Apfel ist in der Schale und im Kern. Das müssen die Leute wissen.“
In einer Generation sieben Millionen Obstbäume weniger
Metz bedauerte, dass die Obstbaumbestände in Bayern innerhalb der letzten Generation von 20 Millionen Obstbäumen auf 13 Millionen zurückgegangen sind. Für ihn sind Obstbaumbestände Teile einer „Seelenlandschaft“ und „wer wollte schon gerne seine Seele aufgeben?“, so Metz
Metz lobte die Dillinger Gartenbauvereine, die sich dem Erhalt und dem Aufbau der Obstbaumbestände verschreiben und darüber hinaus das anfallende Obst verwerten. Schließlich könne man Obst essen oder als Saft trinken. Er brach eine Lanze für den heimischen Apfelsaft. Der trübe Saft sei dem gekauften klaren eindeutig vorzuziehen.
In Deutschland wird nicht nur viel Apfelsaft getrunken. Vielmehr hat das Apfelschorle in den vergangenen Jahren einen Siegeszug angetreten. 900 Millionen Liter trinken die Leute davon. Doch leider stamme nur eine geringe Menge von einheimischen Mostereien. Der überwiegende Teil des Apfelsaftes und des Apfelschorles wird industriell hergestellt. Die Saftkonzentrate kommen dabei vor allem aus China, Polen und dem Iran. In der Frühjahrsversammlung wurden die neuen Vereinsvorstände vorgestellt, nämlich Anton Wiedemann aus Mörslingen, Franziska Burlefinger aus Unterthürheim, Stefan Endler aus Bachhagel und Verena Grandel aus Bächingen. (pm)