Familie Ganzenmüller aus Buttenwiesen hat derzeit eine ganz besondere Aufgabe. Sie päppelt zwei Wildschweinbabys zu Hause auf.

Wer kennt sie nicht, die Weihnachtsgeschichte, bei der Maria und Josef auf der Suche nach einer Herberge sind. Kurz vor Weihnachten erging es zwei kleinen Wildschweinen ähnlich und wurden bei Familie Ganzenmüller in Buttenwiesen fündig.
Durch einen Unfall wurden die kleinen Frischlinge in der Nähe von Eichstätt zu Waisen und von einem Jäger aufgegriffen. Dieser suchte nach Ersatzeltern und erfuhr, dass Wilhelm Ganzenmüller in dieser Beziehung kein unbeschriebenes Blatt ist. Nicht nur seine zwei Kinder Franziska und Johannes zogen er und seine Frau Brigitte groß, auch ein Fuchs, ein Rabe und drei Wildschweine waren bisher in der Obhut des Jägers aus Buttenwiesen. So jung und klein war bisher allerdings noch keines der vorherigen Tiere. „Ich denke die waren noch keine Woche alt. Die Nabelschnüre waren noch nicht ganz abgefallen.“ erzählt Wilhelm Ganzenmüller. Da es sich bei den Wildschweinen um männlichen Nachwuchs handelt, wurden sie zu Max und Moritz.



Noch ernähren sich die Wildschweine ausschließlich von Milch, die aus einem Pulver angerührt wird. Auf dem Stroh und Heu, was in ihrer Box im Keller des Hauses liegt, kauen sie nur herum. Später brauchen sie dann aber auch viel tierisches Eiweiß und werden so mit Genuss die Schnecken im Garten vertilgen. Regenwürmer stehen jedoch auch ganz weit oben auf dem Speiseplan der Wildschweine.
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