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Finanzwesen: 50 Jahre vor Ort

Finanzwesen

50 Jahre vor Ort

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    „Es ist nicht richtig, wenn sich Banken nur noch den Großkunden widmen.“Roland Dietz, Bürgermeister
    „Es ist nicht richtig, wenn sich Banken nur noch den Großkunden widmen.“Roland Dietz, Bürgermeister

    Genderkingen Die Anfänge vor 50 Jahren waren zwar nicht direkt „Graswurzelarbeit“, dennoch klingt die Zeit vor der Eröffnung der Sparkasse Genderkingen im Jahr 1961 recht abenteuerlich: Man mietete einen kleinen, schmalen Raum an, arbeitete dann schließlich in einem alten Wohnzimmer. 50 Jahre Sparkasse Genderkingen erschien den Verantwortlichen als willkommener Anlass für eine Rückschau – und für eine aktuelle Bestandsaufnahme vor Ort.

    Seit nunmehr 50 Jahren kann die Geschäftsstelle der Sparkasse Donauwörth auf eine positive Entwicklung zurückblicken, wie Sparkassendirektor Johann Natzer im Rahmen der Feierlichkeiten im Gasthof Schilke in Genderkingen betonte.

    Dabei begann alles ganz beschaulich: Alfons Mederle, der spätere Sparkassenleiter, fragte 1961 bei den Eheleuten Hofmann an, ob er einen Raum für die Sparkasse mieten könne. Zu dieser Zeit war im Erdgeschoss des Gebäudes in der Hauptstraße ein Lebensmittelgeschäft und das Café Hofmann untergebracht. Letzteres konnte zum 1. Oktober 1961 in eine Sparkassengeschäftsstelle umgewandelt werden.

    1974 errichtete der Vermieter auf dem Nachbargrundstück ein Wohnhaus mit einem modernen Lebensmittelmarkt. Durch den Umzug des Lebensmittelgeschäftes in die neuen Verkaufsräume wurde der frei gewordene Platz zunächst als Wohnzimmer genutzt. Dieses wiederum konnte die Sparkasse in späteren Jahren zur Erweiterung ihrer Geschäftsräume anmieten, nachdem der Vermieter in das obere Stockwerk umgezogen war. Bis zum Umbau Anfang dieses Jahres blieb als auffälliges Merkmal in der Sparkassengeschäftsstelle ein offener Kamin erhalten – „vielleicht der einzige offene Kamin in einer Bank südlich des Mains“, wie Direktor Natzer scherzhaft anmerkte.

    Die „stets positive geschäftliche Entwicklung“ der Sparkasse in Genderkingen bei Konten, Einlagen, Ausleihungen und im Verbundgeschäft, sei in den ersten vier Jahrzehnten maßgeblich von den Geschäftsstellenleitern Alfons Mederle (1961-1980), Armin Raimann (1980-1986), Bernhard Edel (1986-1999) und Ewald Bauer (1999-2001) beeinflusst gewesen.

    Seit 2001 betreut Bernd Nurr mit seiner Mannschaft die rund 500 Kunden bei einem Geschäftsvolumen von nahezu 10 Millionen Euro.

    Genderkingens Bürgermeister Roland Dietz merkte hierzu an: „Geht man davon aus, dass es in Genderkingen selbst 460 Haushalte gibt, so bekommt die Zahl von 500 Kunden eine andere Dimension.“ Dietz betonte im Hinblick auf eine in den vergangenen Jahren bei einigen Banken und anderer Unternehmen zu verzeichnende Schließung kleinerer Filialen auf dem Lande die Relevanz „der direkten Ansprechpartner vor Ort“ für die Bevölkerung. Dietz wörtlich: „Es ist nicht richtig, wenn sich Banken zurückziehen und sich nur noch den Großkunden widmen.“

    Im April 2011 konnten wichtige Modernisierungsmaßnahmen in der Sparkassengeschäftsstelle Genderkingen abgeschlossen werden. In die neu gestalteten Geschäftsräume, die neben individueller Beratung die notwendige Diskretion bieten sollen, wurde moderne Technik integriert.

    Direktor Natzer erläuterte beim Pressegespräch mit Nachdruck die positive Entwicklung der Sparkasse Genderkingen in den letzten 50 Jahren. Im Anschluss überreichte er Bürgermeister Roland Dietz als Zeichen des Dankes für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Genderkingen einen symbolischen Scheck über 1000 Euro.

    Mit der Spende sollen die Baumaßnahmen am Feuerwehrhaus in Genderkingen nachhaltig gefördert werden. (hilg, pm)

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