Fünfstetten Ein Verkehrsunfall zwischen Wemding und Monheim hat gestern ein Menschenleben gefordert. Nachdem an einer Kreuzung zwei Fahrzeuge zusammengestoßen waren, ist eine 85-jährige Frau gestorben.
Wie die Polizei mitteilt, war ein 36-jähriger Mann aus dem Landkreis Donau-Ries kurz nach 13 Uhr auf der Ortsverbindungsstraße von Otting in Richtung Staatsstraße unterwegs und wollte sie geradeaus in Richtung Fünfstetten überqueren. Nach ersten Erkenntnissen hielt der Mann an der Stoppstelle zwar an, übersah beim Wiederanfahren aber ein von rechts kommendes Auto. In diesem Wagen, der laut Polizeiangaben trotz des diesigen Wetters ohne Licht aus Richtung Wemding kam, saßen ein 86-jähriger Mann aus dem Landkreis Eichstätt und seine 85-jährige Beifahrerin. Der Fahrer konnte auf das querende Auto nicht mehr rechtzeitig reagieren und fuhr ihm annähernd frontal in die Beifahrerseite.
Dadurch schleuderten beide Fahrzeuge nach rechts von der Staatsstraße, so die Beamten. Bei dem Aufprall lösten in beiden Kleinwagen die Airbags aus. Während die beiden Wagenlenker schwer verletzt wurden, überlebte die Beifahrerin den Unfall nicht. Trotz Reanimationsmaßnahmen von Ersthelfern starb sie noch an der Unfallstelle.
Bei den anderen Beteiligten besteht keine Lebensgefahr
Der schwer verletzte 86-Jährige wurde nach notärtzlicher Versorgung mit einem Rettungshubschrauber nach Ingolstadt geflogen, der Unfallverursacher kam in die Donau-Ries Klinik. Für beide bestand der Polizei zufolge keine unmittelbare Lebensgefahr.
„Grundsätzlich ist es so, dass an dieser Stelle der 86-Jährige vorfahrtsberechtigt gewesen ist“, sagt Magnus Kastenhofer von der Polizeiinspektion Donauwörth. „Weil er aber das Licht nicht eingeschaltet hatte, war die Erkennbarkeit des anderen Fahrzeugs sicherlich erschwert.“
Die Staatsanwaltschaft Augsburg beauftragte einen Sachverständigen mit der genauen Klärung des Unfallgeschehens. An der Unfallstelle waren die umliegenden Feuerwehren aus Monheim, Wemding und Fünfstetten mit rund 40 Mann sowie mehrere Rettungswagen des BRK im Einsatz. Wegen der Rettungs- und Aufräumarbeiten war die Straße bis etwa 15 Uhr gesperrt. Auch die Arbeit des Gutachters zog anschließend mehrere kurzzeitige Sperrungen nach sich. Der Sachschaden beträgt schätzungsweise 12000 Euro. (pm, mwe)