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Musik: Außerirdische beim Frühjahrskonzert

Musik

Außerirdische beim Frühjahrskonzert

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    Ohne Verständnis reagierten die außerirdischen Besucher auf den Schulalltag.
    Ohne Verständnis reagierten die außerirdischen Besucher auf den Schulalltag.

    Donauwörth Vor Aufregung kaum zu bändigen waren die 90 Schülerinnen des Chors der fünften Klassen der Mädchenrealschule St. Ursula, die das Frühjahrskonzert der Realschule eröffnen sollten. Schließlich durfte Schulleiter Peter Müller zahlreiche Zuhörer im voll besetzten Tanzhaussaal begrüßen.

    Mit dem afrikanischen Gruß „Abeyo“ war der Startschuss zur Eröffnung gegeben und die Schülerinnen konnten zum gleichlautenden Kanon durch den Saal auf die Bühne ziehen. Engagiert wurden noch die Titel „Adrvaarks in the ark“, eine Beschreibung des Tierlebens auf der Arche Noah und der Zungenbrecher „Superkallifragilistikexpialigetisch“ in zweistimmigen Sätzen vorgetragen. Der anschließende Rock-Pop-Chor sang sauber intoniert „Vois sur ton chemin“ aus dem Film „Die Kinder des Herrn Matthieu“ und das Spiritual „I’m gonna sing“.

    Dem chorischen Auftakt des etwa zweistündigen Konzertes folgten zahlreiche Einzelbeiträge und Musikensembles der Schule, immer wieder von kleinen Sketchen „Aliens in St. Ursula“ unterbrochen. In den Kurzstücken, die von den Schülerinnen unter der Anleitung von Martina Rauh selbst geschrieben worden waren, nahmen die beiden Außerirdischen den Schulalltag kritisch unter die Lupe. So fanden sie Stegreifaufgaben „total langweilig“ und begriffen nicht, welche komischen „Verrenkungen“ die Kinder beim Sportunterricht machen mussten. Die Sicht der Außerirdischen auf die Schule veranlasste das Publikum mehrmals zu Heiterkeitsausbrüchen.

    Schülerinnen überzeugen mit ihren Einzelbeiträgen

    Erstaunlich war das hohe Niveau der einzelnen musikalischen Beiträge der jungen Künstlerinnen. So überzeugte Anna Vogt (fünfte Klasse) mit „Für Elise“ und „Let’s Rock“ auf der Posaune durch weichen Tonansatz und durchdachter musikalischer Gestaltung. Die weiteren Solostücke, „St. Louis Blues“ (Patricia Eser, Klavier) und „Ballade pour Adeline“ (Emilia Sagel, Klavier) wurden , trotz der Nervosität der jungen Künstlerinnen, sicher vorgetragen.

    Viel Applaus bekam Carolin Bosch, die – begleitet von Schulleiter Müller – mit kraftvollem Timbre und erstaunlichem Tonumfang „Mary’s Song“, ein traditionelles amerikanische Kirchenlied, und „My Heart Will Go On“, aus dem Film „Titanic“ vortrug. Ebenso überzeugte Marie Huvart mit „Rolling In The Deep“ und „Jar Of Hearts“, begleitet von Eva Meyr auf der Gitarre. Dass sie nicht nur auf der Gitarre meisterhaft spielen kann, bewies Eva Meyr auch mit ihrem Stück „Novole bianchi“ auf dem Klavier. Buchstäblich „mitgerissen“ waren die Zuhörer vom Duett Verena Ibel und Emilia Sagel (fünfte Klasse). Selbstbewusst und klanglich sauber sangen die beiden „Domino“ von Jessie J.

    Die von Stefan Thalmeier neu ins Leben gerufenen Ensembles (Gitarrenensemble der Klasse 5b, Bläsergruppe sowie ein gemischtes Ensemble der fünften Klassen) zeigten bereits hohe rhythmische Sicherheit und Intonation.

    Mit dem kurzweiligen Einakter „Ein Gespenst kommt selten allein“, ebenfalls einstudiert von Martina Rauh, führte die Schulspielgruppe das Publikum auf das Schloss eines Grafen. Einer Besuchergruppe wurde so mancher Schabernack gespielt, bis endlich der ruhelose Burggeist von einem jungen Mädchen erlöst werden konnte.

    Der lange Applaus des Publikums war die Belohnung für die mitwirkenden Schülerinnen, die von Jahr zu Jahr steigendes musikalisches Niveau zeigen. (dz)

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