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Direktvermarktung: Bewusst einkaufen

Direktvermarktung

Bewusst einkaufen

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    Die Ortsgruppe Marxheim des Bundes Naturschutz stellte bei ihrer Jahresversammlung in der Bruckwirtschaft eine selbst konzipierte Direktvermarkter-Broschüre vor. Auf unserem Bild sind zu sehen (vorne, von rechts) Biobäuerin Sybille Hafner aus Feldheim, Schatzmeisterin Monika Hesselt, Vorsitzende Bianca Brandner und 2. Vorsitzende Nicole Vervoort sowie (hinten, von rechts) Martha Klapprott, Gabriele Buck-Baumann, Heidrun Baur und Ernst Ringenberger.
    Die Ortsgruppe Marxheim des Bundes Naturschutz stellte bei ihrer Jahresversammlung in der Bruckwirtschaft eine selbst konzipierte Direktvermarkter-Broschüre vor. Auf unserem Bild sind zu sehen (vorne, von rechts) Biobäuerin Sybille Hafner aus Feldheim, Schatzmeisterin Monika Hesselt, Vorsitzende Bianca Brandner und 2. Vorsitzende Nicole Vervoort sowie (hinten, von rechts) Martha Klapprott, Gabriele Buck-Baumann, Heidrun Baur und Ernst Ringenberger. Foto: Foto: Arloth

    Marxheim/Rain „Frisch aus der Region“ nennt sich eine handliche Broschüre der Ortsgruppe Marxheim des Bundes Naturschutz (BN), in der Direktvermarkter der Gemeinde Marxheim sowie von Rain und seiner Umgebung aufgelistet sind. „Der Vorteil, wenn man bei einem Direktvermarkter einkauft, liegt auf der Hand“, erklärte Ortsvorsitzende Bianca Brandner, „und er kann mit nur vier Worten beschrieben werden: Kurze Wege, frische Ware.“

    In der achtseitigen, auch farblich gut gelungenen Broschüre im Postkartenformat findet man sehr schnell die Direktvermarkter, wenn man weiß, welche Nahrungsmittel man gerne kaufen möchte. Die gängigsten Esswaren findet man nämlich unter den Stichworten Kartoffeln, Milch, Eier, Fisch, Fleisch, Nudeln, Käse, Gemüse, Mehl, Getreide und Müsli, Brot, Honig sowie Äpfel und Apfelsaft.

    Vertrauen entsteht

    Bewusst habe man darauf verzichtet, nur biologisch produzierende Anbieter aufzuführen, sagte Bianca Brandner. „Wer direkt beim Erzeuger einkauft, bekommt hochqualitative, frische und schmackhafte Produkte“, führte die Vorsitzende weiter aus. Man habe Einblick in die Produktion und sehe Ställe, Wiesen oder Felder. Das schaffe Vertrauen zu den Lebensmitteln und fördere auch den Erhalt unserer abwechslungsreichen Landschaft. „Noch eins war uns wichtig“, betonte Vorsitzende Brandner. „Wer beim Bauern ‚um die Ecke‘ einkaufe, engagiert sich auch für den Umweltschutz. Lebensmittel, die in unserer Heimat wachsen, müssen nicht um die halbe Welt gefahren oder gar geflogen werden.“

    Dem Jahresbericht der Vorsitzenden Bianca Brandner konnte man entnehmen, dass es sich um eine sehr rührige BN-Ortsgruppe handelt. So beteiligte man sich beispielsweise am Marxheimer Weihnachtsmarkt, lud zu einem Informationsabend zum Thema „Eigenständige Wasserversorgung“ ein, und baute, wie seit vielen Jahren, einen „Krötenzaun“. Organisatorin Martha Klapprott listete auf, wie viele Tiere man heuer zwischen Marxheim und Bertoldsheim sicher über die Straße getragen hatte: 218 Grasfröschen, 22 Erdkröten, zwei Teichmolche und einem Kammmolch.

    Die Vorsitzende berichtete, dass sich unter ihrer Leitung seit Mai 2010 einmal im Monat zwölf bis 18 Kinder zwischen sechs und 14 Jahren „mit viel Spaß“ zu tollen Naturerlebnissen treffen. Höhepunkte seien die Tierspurensuche, die Führung durch den Märzenbecherwald sowie eine „Biberwanderung“ gewesen. In diesem Zusammenhang wünschte sie sich, dass die Kinder allein schon wegen der Versicherung „und weil wir dann auch vom Bund Naturschutz ein gewisses Startkapital erwarten können“ Mitglied im BN werden sollten. Als nächste Aktionsthemen zusammen mit den Kindern nannte sie „Der Boden lebt“, „Wir suchen Kleinlebewesen in einer Wiese“ und „Basteln eines Insektenhotels“.

    Nachdem Schatzmeisterin Monika Hesselt den Kassenbericht bekannt gegeben hatte („Wir werden finanziell gut über die Runden kommen“), erfolgte die Entlastung der Vorstandschaft einstimmig. (ma)

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