Tapfheim Nach wie vor zählt der plötzliche Herztod zur Todesursache Nummer eins in Deutschland. Durch den schnellen Einsatz eines Defibrillators kann mit einem gezielt ausgelösten Elektroschock der gestörte Herzrhythmus wieder in Takt und das Herz zum Schlagen gebracht werden.

Den Bürgern der Gemeinde Tapfheim steht nun solch ein lebensrettendes Gerät im SB-Bereich der Sparkasse in der Ulmerstraße öffentlich zur Verfügung. Der Zugang dorthin ist jederzeit auch ohne Bankkarte möglich.
Der Defibrillator befindet sich neben dem Geldausgabeautomaten in einem verschlossenen Wandkasten. Darüber ist ein Telefon installiert, mit dem der Rettungsdienst verständigt werden und der Wandkasten automatisch geöffnet werden kann.
Die Initiative zur Anschaffung und Finanzierung eines Defibrillators stammt von Silvia Burk-Schlund und Anita Didschies (Abteilung Breitensport der Wintersportfreunde Tapfheim).
Auch Laien können Leben retten
Beide sammelten die erforderlichen Spenden für die Gemeinde bei einem Benefizlauf. "Auch medizinische Laien können Leben retten", sagt Silvia Burk-Schlund: "Steht ein Ersthelfer-Defibrillator zur Verfügung, gelingt immer öfter die Wiederbelebung eines Menschen, der einen plötzlichen Herz-Kreislaufstillstand erlitten hat. Zudem ist das Gerät leicht zu bedienen. Verständliche Sprachanweisungen und aufleuchtende Piktogramme leiten Ersthelfer durch die einzelnen Schritte der Wiederbelebung. Das Gerät überprüft ebenfalls automatisch, ob eine Defibrillation nötig ist oder nicht".
Bürgermeister Karl Malz zeigte sich über das aktive Engagement der Initiatoren sehr erfreut. Dabei dankte er insbesondere den Wintersportfreunden für die Organisation und Durchführung des Benefizlaufes, dem Projektleiter "Kampf dem plötzlichen Herztod" Volker Geßner von der Johanniter-Unfallhilfe sowie der Sparkasse Donauwörth für die kameraüberwachten Räumlichkeiten in der Geschäftsstelle Tapfheim.
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