Monheim Ziemlich deutlich hat sich Günther Pfefferer am Sonntag bei der Bürgermeisterwahl in Monheim mit 68 Prozent der Stimmen gegen Anita Ferber (PWG) durchgesetzt (wir berichteten). Der 52-jährige Ortsvorsitzende der CSU tritt sein Amt am 1. Juni an, wenn das bisherige Stadtoberhaupt Anton Ferber in den Ruhestand geht. Um bei der übernächsten Kommunalwahl Bürgermeister und Stadträte wieder gemeinsam ermitteln zu können, beträgt die Amtszeit von Pfefferer sogar acht Jahre.
Die DZ sprach gestern mit dem Wahlsieger.
Wie ist die Stimmung im Hause Pfefferer einen Tag nach dem großen Erfolg?
Es gibt natürlich viele Gratulanten. Der erste Anruf kam schon um 7.45 Uhr. Danach stand das Telefon praktisch nicht mehr still.
Wie lange wurde der Sieg noch gefeiert?
Unsere Wahlparty in der Pizzeria Romana war etwa gegen Mitternacht beendet. Viele Freunde und Weggefährten mussten am Montag natürlich wieder zur Arbeit, deswegen hat sich alles am späten Abend langsam aufgelöst.
Welche Hilfestellung konnte Ihre Familie in den vergangenen Wochen leisten?
Der Wahlkampf ist schon eine ziemliche Belastung, da diente die Familie als wichtiger Rückzugsbereich. Meine Frau Lydia und unsere drei Kinder haben mich auch immer wieder unterstützt.
Ihr neues Amt bringt mit sich, dass Sie Ihre bisherige Arbeitsstelle als Postamtsrat aufgeben. Kommt da auch Wehmut auf?
Ja, auf jeden Fall. Wir haben in Donauwörth, wo ich seit 2007 tätig bin, eine tolle Truppe, mit der es viel Spaß gemacht hat. Auch die Kollegen sind etwas traurig. Aber ich hatte mich zu diesem Schritt entschlossen, das haben sie akzeptiert und mich auch unterstützt.
Ihr Hobby ist das Laufen mit regelmäßiger Teilnahme an Rennen. Wird dafür in Zukunft noch genügend Zeit sein?
Am Wahltag war ich nachmittags zum Laufen im Wald, um etwas abzuschalten. Da habe ich gespürt, wie gut mir das tut. Solange der Körper mitmacht, werde ich weiterhin unterwegs sein. Meinen Läuferkollegen habe ich aber schon mitgeteilt, dass es mit der Vorbereitung auf einen Marathon nichts mehr wird.
Gibt es schon einen Zeitplan, wie die Amtsübergabe an Sie läuft?
Ich werde zumindest schon ab dieser Woche öfter im Rathaus präsent sein. Ganz neu sind die Abläufe für mich nicht. Als Zweiter Bürgermeister konnte ich schon einige Erfahrungen sammeln. Außerdem werde ich als sein Stellvertreter die Verabschiedung für Ferber organisieren.