Startseite
Icon Pfeil nach unten
Donauwörth
Icon Pfeil nach unten
Donauwörth
Icon Pfeil nach unten

Auszeichnung: Die AOK ist weiblich

Auszeichnung

Die AOK ist weiblich

  • |
  • |
  • |
    „Derzeit bieten wir in der Direktion 35 Arbeitszeitmodelle an.“Johannes Hiller, Direktor
    „Derzeit bieten wir in der Direktion 35 Arbeitszeitmodelle an.“Johannes Hiller, Direktor

    Donauwörth/Nördlingen Frauen sind unverzichtbares Element in der Wirtschaft – eine Erkenntnis, die sich immer mehr durchzusetzen scheint. Trotzdem stellt die Vereinbarkeit und Beruf und Familie nicht selten ein nur schwer zu überwindendes Hindernis da. Die AOK Donauwörth hat indes bereits Regelungen zu familienfreundlichen Arbeitszeiten und auch zum Arbeiten von zu Hause aus umgesetzt. Und dafür wurde die Gesundheitskasse nun durch die gemeinnützige Hertie-Stiftung mit dem Zertifikat „audit berufundfamilie“ als „familienfreundlicher Arbeitgeber“ ausgezeichnet, wie AOK-Direktor Johannes Hiller im Gespräch schildert.

    „Die AOK ist weiblich“, stellt Hiller fest und schmunzelnd, denn mit einem Anteil von 64 Prozent stellten Frauen nahezu 2/3 der Belegschaft im Donau-Ries-Kreis. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei für die fachlich hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und auch für das Unternehmen von großer Bedeutung. Daher sind möglichst kurze Arbeitsunterbrechungen durch die Babypause und ein flexibler Wiedereinstieg in den Beruf für beide Seiten wertvoll. Von den rund 140 Mitarbeitern seien schon 40 Beschäftigte in individuellen Teilzeitmodellen für die AOK in Donauwörth und Nördlingen tätig.

    „Wir versuchen individuell auf unsere Mitarbeiterinnen zugeschnittene Arbeitszeitmodelle – derzeit sind es 35 in der Direktion Donauwörth – anzubieten“, erläutert Hiller. So sei es normal, dass sich in der Buchhaltung beispielsweise drei Frauen einen Arbeitsplatz teilten. Wichtig sei aber auch, „Modelle, die sich nicht bewährt haben, wurden aufgegeben.“

    Helmut Riedel, bei der AOK für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, ergänzt: „Unser Service-Angebot geht über 24 Stunden. Bei einer Regelarbeitszeit von 38,5 Stunden müssen wir flexibel reagieren, weshalb immer mehr Teilzeitmodelle gefragt sind.“

    „Ich kann jetzt mit meinen zwei Kindern im Alter von zwei und fünf Jahren wieder zwölf Stunden arbeiten – ohne irgendwelche Einschränkungen für die Familie“, erzählt Anja Thefelder (Polsingen). „Dabei kann die Arbeitszeit täglich angepasst werden – so wie es die familiäre Situation der Frauen erfordert. Ich kann betriebswirtschaftlich denken und trotzdem sozial bleiben“, so Direktor Hiller.

    Wie er das mit wenig Dogmatik und viel Praxisnähe schafft? „Wir haben gut ausgebildete Mitarbeiter, die gerne flexibel wieder einsteigen und in kürzester Zeit auf dem neuesten Stand sind, da sie die Grundlagen und die AOK von der Pike auf kennen“, erklärt er einen der Bausteine seines Systems, zu dem gute Weiterbildungsmöglichkeiten auch für Teilzeitmitarbeiter gehören. „Diese Mitarbeiter nicht durch flexible Arbeitszeitmodelle zu halten, wäre eine Fehlinvestition.“

    Führungskraft ist auch von zu Hause aus tätig

    Michaela Kluger (Ederheim) sei ein Paradebeispiel für die Berechtigung des Modells. „Ich habe als junge Mutter in Teilzeit Fortbildungs- und Karrieremöglichkeiten wahrgenommen“, schildert sie. Die Krankenkassenfachwirtin arbeitet in Teilzeit als Führungskraft sowohl in Donauwörth als auch in Nördlingen und wöchentlich an sechs Stunden auch von zu Hause aus.

    Die Neuerungen bei gesetzlichen Regelungen zur Elternzeit schlagen dabei genau in die Kerbe der Donauwörther AOK. „Wer zwei Jahre anmeldet, kann auch eher wieder kommen“, erklärt Johannes Hiller den klassischen Fall der Inanspruchnahme der Elternzeit. Das dritte Jahr kann Mutter/Vater bis zum achten Lebensjahr eines Kindes flexibel vereinbaren. „Hier geht der Gesetzgeber genau auf die wechselnden Bedürfnisse von Familien ein“, lobt das „AOK-Urgestein“.

    „Die Balance zwischen familiärer und beruflicher Herausforderung und den Anforderungen einer modernen Partnerschaft muss vorhanden sein“, ist Hiller überzeugt – und sieht es als persönliche Aufgabe, diese für seine Mitarbeiter/innen zu schaffen.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden