Monheim Die frühere Gaststätte Goldenes Kreuz in der Monheimer Altstadt soll bekanntlich zu einem Haus der Vereine werden. Dafür laufen bereits seit Jahren Pläne und Vorbereitungen. Architekt Wolfgang Obel stellte in der jüngsten Stadtratssitzung erste Pläne vor, wie der Kreuzwirt und die direkte Umgebung nach der erfolgten Sanierung aussehen könne.
Die Innenhöfe verbinden
„Dies sind bislang nur Überlegungen“, erklärte Obel vorab. Er präsentierte zwei Varianten für die mögliche Gestaltung des imposanten Gebäudes sowie den benachbarten Bereich. Das Kernstück beider Vorschläge ist, die zwei Innenhöfe bei Kreuzwirt und Rathaus zu verbinden. Vom Landesamt für Denkmalpflege werde man vermutlich „hohe Vorgaben“ erhalten, vermutete Obel. Der Architekt machte klar: „Wichtig ist es, dass einem das Bauvolumen nicht über den Kopf wächst. Dieser Bereich kann ein sehr schönes Ensemble werden.“
Er zeigte auch einige visuelle Modelle für die mögliche Gestaltung auf. Von Bedeutung sei es, „die städtische Beringmauer wieder begreifbar zu machen“. „Es sieht alles sehr edel aus“, zeigte sich Bürgermeister Anton Ferber angetan von den Entwürfen. Vom derzeitigen Bestand sollte man „so viel wie erlaubt wegreißen“. Norbert Meyer (SPD) wandte besorgt ein, dass in einem der für den Abbruch vorgesehenen Teile drei Vereine untergekommen sind und dort „Riesenaktionen“ durchgeführt hätten. Deswegen könnte hier massiver Ärger entstehen. Ferber teilte diese Bedenken nicht: „Wir als Stadt müssen schauen, was machbar ist.“ Es gebe auch andere Räume, die sich für die Vereine auftun würden.
„Abreißen, was geht“, war die Meinung von Alfons Meier (MUM). Dadurch könnte auch der künftige Unterhalt gesenkt werden. Als „sehr gelungen“ bezeichnete Josef Roßkopf (MUM) die von Obel gezeigten Pläne. Und an Meyer gerichtet: „Es gibt wenige Städte, die so viel für die Vereine machen wie Monheim.“ Die betroffenen Personen seien „vernünftige Leute, mit denen man reden kann“. Der vom Bürgermeister Ferber vorgelegte Beschluss, die nicht unter den Denkmalschutz fallenden Gebäudeteile abzubrechen, fand breite Zustimmung, nur Meyer votierte dagegen. Geschlossen plädierten die Ratsmitglieder dafür, den von Obel vorgelegten Entwurf weiter zu verfolgen. (unf)