Verschiedene Redner würdigen das Wirken von Dr. Andreas Mack. Der Realschuldirektor hat der Schule seinen Stempel aufgedrückt



Rain In festlichem Rahmen und im Beisein von rund 200 geladenen Gästen wurde am Mittwochabend Realschuldirektor Dr. Andreas Mack in der Aula des Schulzentrums in den Ruhestand verabschiedet, genauer gesagt in die Freistellungsphase der Altersteilzeit. Mehrere Redner würdigten die Verdienste des agilen Vollblut-Pädagogen, der seit 1999 mit enormem Einsatz die Staatliche Realschule Rain leitet. Ein Satz von Macks Dankesworten am Schluss der Feierstunde bringt seine Berufsauffassung auf den Punkt: „Wer diesen Beruf richtig angeht, spürt eine große Verantwortung, und das nicht nur von morgens früh, 7 Uhr, bis nachmittags um 16.30 Uhr, sondern auch darüber hinaus und am sogenannten freien Wochenende.“
Nachdem die auf 29 „Mann“ verstärkte Bläsergruppe (Leitung: Simon Keller) mit „Let it be“ den musikalischen Auftakt gestaltet hatte, begrüßte Realschulkonrektor Johann Leinfelder im Forum die Gäste aus Schulen, Wirtschaft und Politik. Erster Redner war Personalratsvorsitzender Michael Reichl. Dass die Rainer Realschule einen so guten Ruf habe, sei vor allem Dr. Mack zu verdanken, sagte er. Seinem Nachfolger könne er eine hervorragend organisierte, moderne Schule übergeben. Er schloss seine Ansprache „mit dem höchsten Lob, das einem Schwaben über die Lippen kommt: ‚Guat hast es gmacht, Bua!‘“
Elternbeiratsvorsitzender Herbert Barl bezeichnete den scheidenden Schulleiter als „Mann der Tat, der die Schulentwicklung vorangetrieben hat“. Das Geheimnis von Macks erfolgreichem Wirken liege darin, dass ihm jeder Einzelne wichtig sei. Beeindruckend sei Macks Kenntnisreichtum und seine umgängliche Art bei den Sitzungen des Elternbeirats. Er bedauerte den „allzu frühen schulischen Abschied“ von Herrn Mack.
„Realschuldirektor Dr. Andreas Mack ist auf dem Weg vom Gestern ins Morgen“, erklärte Stadtpfarrer Johann Menzinger und fuhr fort: „Machen Sie viel daraus ohne das Diktat des Erfolg-haben-Müssens.“ Erfolg habe er „zur Genüge“ gehabt dank seiner Tatkraft und seines Einsatzes. Stellvertretend für alle Religions- und Ethiklehrer dankte er dem Schulleiter „für die überzeugende religiöse Grundhaltung, die Sie verwirklichen und leben, auch jungen Menschen gegenüber“.
„Der Stempel, den Sie der Realschule Rain aufgedrückt haben, ist unübersehbar“, betonte Bürgermeister Gerhard Martin. Dr. Mack habe sich nicht nur als Pädagoge und Schulleiter Verdienste erworben, sondern auch als Baumeister. Schulische Interessen habe er mit Nachdruck vertreten. Er habe wesentlich zum guten Ruf der Schule in den Landkreisen Donau-Ries und Neuburg-Schrobenhausen beigetragen. „Die Rainer Realschule wird über Jahre hinweg mit Ihrem Namen verbunden sein“, konstatierte auch Landrat Stefan Rößle. Er skizzierte das rasante Wachstum der Schule mit 600 Schülern im Jahre 2004 und nun 850 Schülern und 61 Lehrkräften. „Dr. Mack hatte Visionen und verwirklichte alle Projekte zielstrebig, nicht nur die drei baulichen Erweiterungen ab dem Jahr 2001.“ Hilfreich sei gewesen, dass Dr. Mack auch ein Vollblutpolitiker sei „wie kaum ein anderer Schulleiter“.
Auch MdL Georg Schmid sprach davon, dass „der Schulleiter und Politiker Dr. Mack“ viel erreicht habe. Die Realschule habe nicht nur ein schönes Aussehen, sondern auch ein hervorragendes Ansehen. Martin Rister, 2. Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands, stellte fest: „Die Zahl der Gäste spricht für Macks Engagement für Schule und Politik.“ Eine spezielle Laudatio sprach Realschuldirektor Jürgen Fritzsch, Stellvertreter des Ministerialbeauftragten. Er versuchte, eine „Macksche Erfolgsliste“, auf der er 27 Punkte notiert hatte, vorzulesen, bemerkte aber rechtzeitig, „dass dies den Rahmen der Veranstaltung sprengen würde.“
Nicht nur die Bläsergruppe und der Schülerchor mit seinem „herzigen“ Lied, sondern auch der Lehrerchor der Realschule verliehen der Verabschiedungsfeier Glanz. Er sang ein witziges Bänkellied und den umgedichteten Tom-Astor-Schlager „Junger Adler“, dessen erste Zeile nun so lautete: „Geh’, lieber Rektor, hinaus in die Freiheit!“ Zum Abschied schenkte das Kollegium dem Schulleiter ein großformatiges Foto. Nach Macks ergreifenden, pointierten wie auch humorigen Dankesworten ehrte ihn die Versammlung, indem sich alle Beifall klatschend spontan von den Plätzen erhoben. Eine Strophe der Bayernhymne rundete die Feier ab.
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