Die Friedberger Ach sei nicht nur wegen der hohen Wasserführung ein Problem, so Mahl. Bei einem extremen Hochwasser könne es im Ortsbereich auch zu einem Rückstau mit gravierenden Schäden als Folge kommen. "Uns kann es also in doppelter Hinsicht erwischen." In den Jahren 1999 und 2005 hatten die Anlieger in Niederschönenfeld mit erheblichen Überschwemmungen zu kämpfen.
"Das dort etwas gemacht werden muss, ist klar", sagte Gudrun Seidel, beim WWA Donauwörth für den Landkreis Donau-Ries zuständig, auf Nachfrage unserer Zeitung.
In Kürze soll das weitere Vorgehen besprochen werden
Die Behörde habe auf Antrag der Gemeinde untersucht, wie man das Problem in den Griff bekommen kann. Eine Möglichkeit ist es, das Fassungsvermögen des Entlastungsgrabens, der westlich um das Dorf herum führt, zu erhöhen. In Kürze soll ein Gespräch zwischen dem Wasserwirtschaftsamt, der Gemeinde Niederschönenfeld und der Stadt Rain stattfinden, in dem das weitere Vorgehen besprochen werden soll. Einen konkreten Termin dafür gibt es noch nicht.
Ein zentraler Punkt wird dabei auch die Finanzierung der Maßnahme sein. Bei einer Hochwasserfreilegung entfallen eigentlich je 50 Prozent der Kosten auf die Gemeinde und auf den Staat, wie Bürgermeister Mahl erklärt. Diesen Beitrag will Niederschönenfeld dem Verursacherprinzip entsprechend aber nicht leisten, wie der Rathauschef betont. "Wir sind nicht der Verursacher, sondern der Leidtragende. "
Bei extremen Regenfällen komme dem Bürgermeister zufolge die Friedberger Ach aus Richtung Rain und Münster mit bis zu sieben Kubikmeter pro Sekunde nach Niederschönenfeld "Dann ist es für uns schlicht unmöglich, das Wasser durch das Dorf zu bringen."