Mittwoch, 16. April 2014

03. Januar 2014 06:51 Uhr

Donauwörth

„Eurocopter“ ist Vergangenheit

Das Unternehmen heißt jetzt Airbus Helicopters. Namenswechsel bedeutet für Standort einigen Aufwand – auch wenn sich in entscheidenden Punkten nichts ändern soll.

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Seit Donnerstag ist am Donauwörther Werk auch von außen der Namenswechsel von „Eurocopter“ in Airbus Helicopters deutlich zu sehen.
Foto: Häberlein

„Eurocopter“ ist Geschichte. Die Firma, die Hubschrauber und Flugzeugteile produziert, hat ab sofort einen neuen Namen: Airbus Helicopters. Dies gilt auch für das Werk in Donauwörth. Zum Jahreswechsel hat der EADS-Konzern, zu dem das Unternehmen gehört, diesen Schritt vollzogen. Seit Donnerstag ist dieser an der Hauptpforte der Fabrik auch sichtbar. Dort wurde das große Eurocopter-Schild durch den neuen Schriftzug Airbus Helicopters ersetzt. Bis dieser Wechsel auf allen Ebenen umgesetzt ist, wird aber noch einige Zeit vergehen.

Im Sommer 2013 verkündete EADS, dass alle Geschäftsbereiche des Luft- und Raumfahrtkonzerns unter dem Namen Airbus zusammengefasst werden. Dadurch erhoffen sich die Top-Manager eine bessere weltweite Vermarktung. Airbus steht nach Ansicht der Verantwortlichen für die „stärkste Marke“ des Konzerns. Die sei auf dem ganzen Globus bekannt, genieße ein hervorragendes Image und stehe für Qualität sowie Innovation. Davon könne die Hubschrauber-Sparte profitieren.

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Für diese – und damit auch den Standort Donauwörth – ändert sich nach Angaben der Firma abgesehen vom neuen Namen überhaupt nichts. Airbus Helicopters bleibe eine „eigenständige Division“. Zu der gehörten weiter der militärische Bereich und der Türenbau für Flugzeuge. Letzterer ist ein wichtiges Standbein des Werks in Donauwörth und liefert die Türen und Tore seit Jahren hauptsächlich für die Airbus-Flieger.

Dennoch: Damit auch überall Airbus Helicopters zu lesen ist, muss auch in der Fabrik mit ihren 6800 Beschäftigten einiges geschehen. Sie ist nun Sitz der Airbus Helicopters Deutschland GmbH. Mit dem Austauschen der Schilder in dem großen Werk wurde bereits im Dezember begonnen. Mitarbeiterausweise werden ab sofort mit neuem Namen und Design verteilt. Seit dem Jahreswechsel können auch die neuen Visitenkarten gedruckt werden. Allerdings gilt hier: „Es werden zunächst alle vorhandenen Visitenkarten aufgebraucht.“

Überhaupt wird laut Pressesprecherin Julia Sailer beim Namenswechsel nichts übers Knie gebrochen. Der Vorgang werde insgesamt zwei Jahre andauern, um möglichst kostensparend vorzugehen. Wie groß der finanzielle Aufwand für Airbus Helicopters anstelle „Eurocopter“ insgesamt sein wird, darüber möchte die Firma keine Angaben machen.

Die neue Internet-Adresse www.airbushelicopters.com soll in der kommenden Woche aufrufbar sein. Dann sollen auch beispielsweise alle Vorlagen im internen Netz mit dem neuen Logo zu finden sein. Die E-Mail-Adressen sollen im Sommer 2014 geändert werden. Nach und nach – jeweils bei der nächsten Neuausgabe – wird die Arbeitskleidung auf Airbus Helicopters umgestellt.

Eines bleibe aber gleich, so Julia Sailer: die Modell-Bezeichnungen der Hubschrauber. So werden in Donauwörth weiter der „EC135“ und der „EC145“ gebaut.

Abzuwarten bleibt, wie lange sich der Begriff „Eurocopter“ in den Köpfen der Menschen in der Region hält. Immerhin hieß das Unternehmen seit 1992 so. Davor hatte der Industriebetrieb eine ganze Reihe von Namen. Die Standortgeschichte begann 1908 als Trasswerk. Von 1917 bis 1929 hieß die Firma Maschinenfabrik Loeffellad, ab 1934 Maschinenfabrik Donauwörth (MaDo), von 1946 bis 1957 WMD, dann Siat WMD und ab 1965 Bölkow-WMD/Siat, ehe 1972 die Ära MBB begann und 20 Jahre lang währte.

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