Die Fete hatte in der Nacht zum Sonntag im Rainer Stadtteil Mittelstetten stattgefunden. Wie die Ermittlungen der Polizei inzwischen ergeben haben, erklärten die Jugendlichen, die eine Schule im südlichen Donau-Ries-Kreis besucht hatten, das Spektakel einerseits zur „geschlossenen Veranstaltung“ – Eltern und Lehrer waren nicht geladen beziehungsweise erwünscht –, jedoch wurden über das „soziale Netzwerk“ im Internet den Gesetzeshütern zufolge „Freunde und Freundesfreunde“ animiert, die Abschlussparty zu besuchen. Bei dieser handelte es sich zudem um eine „Flatrate“-Fete. Im Klartext: Wer 15 Euro bezahlte, für den waren alle Getränke frei.
Durch die Werbung im Internet kamen nach Schätzungen der Polizei zwischen 300 und 400 Gäste aus dem Umkreis von schätzungsweise 25 Kilometern.
Leicht verletzt
Zu später Stunde gab es dann – wie bereits gemeldet – auf dem Gelände um eine Halle in dem kleinen Dorf (nicht wie zunächst mitgeteilt in Staudheim) eine Schlägerei. Bei dieser rang gegen 2 Uhr zunächst ein Unbekannter einen 20-Jährigen nieder. Ein 18-Jähriger mischte sich ein und trat dem am Boden liegenden jungen Mann mehrmals mit dem Fuß ins Gesicht. Das Opfer hatte Glück: Es kam mit leichteren Verletzungen davon. Gegen den 18-Jährigen und den Unbekannten wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.
Ärger handelten sich außerdem die Veranstalter ein. Denn bei dem Einsatz wegen der Rauferei bemerkten die Beamten auch, dass es sich um eine illegale Feier handelte. Weil die Schulabgänger die Party über das Internet öffentlich gemacht hatten, wäre eine behördliche Genehmigung des Spektakels nötig gewesen – mit den üblichen Auflagen. Dies versäumten die Jugendlichen aber. So liegt ein Verstoß gegen das Gaststättengesetz vor und die Organisatoren müssen mit einem Bußgeld rechnen. (wwi)