Elegische Sopranarie
Stimmungsvoll begann das niveauvolle Konzert mit "Eternal source of light divine" (Ewiger Quell göttlichen Lichts), HWV 74 von Georg Friedrich Händel. Diese bezaubernde elegische Sopranarie aus der Geburtstagsode für Königin Anne interpretierte Annette Sailer-Heidel wunderbar weich und geschmeidig, wobei Rainer Hauf an der Bachtrompete die Melodien einfühlsam und glanzvoll weiterführte und in ständigem Wechselspiel zur Singstimme stand. Auch in dem Stück "Let the braight seraphim" aus dem Oratorium Samson, HWV 57 von Händel bildeten die Trompete und die Singstimme eine perfekte Einheit, die von den übrigen Instrumenten klanglich unterstützt wurde.
Susanne Steuerl überzeugte mit dem Konzert für Altblockflöte, Streicher und B. c., HWV 293 von Georg Friedrich Händel. Souverän meisterte sie schnelle Läufe und Dreiklangsbrechungen, ausdrucksvoll erklangen die langsameren Teile. Bei der Sonate für Altblockflöte, Violine, und B. c. trat Pamela Rachel mit ihrer Violine neben die Flöte. Beide Instrumente konzertierten teils homophon, meist aber kontrapunktisch und ergänzten sich wunderbar über dem B.c, gespielt von Isabella Wolf, Cello und Bernd Jung am Cembalo.
Gut disponiert
Das Ensemble "La Batutta" (Pamela Rachel/Swetlana Augsburger, Violine; Andrea Hutzler, Viola; Isabella Wolf, Cello; Wolfgang Duile, Violone und Bernd Jung, Cembalo) intonierte die "Passecaille", HWV 399/3 von Georg Friedrich Händel ansprechend, gut disponiert und mit homophonem Klang.
Im Mittelpunkt des Konzertes standen die Kantate "Jauchzet Gott in allen Landen", BWV 51 von Johann Sebastian Bach sowie die Kantate "Laudate pueri" nach dem Psalm 113 von Jan Dismas Zelenka. Beide Werke wurden für Sopransolo, Trompete, Streicher und B. c. komponiert, wobei die Singstimme und die Trompete sich jeweils wunderbar ergänzten. Wie schon beim ersten Stück überzeugten Annette Sailer-Heidel und Rainer Hauf in den Soloparts. Zusammen mit dem Ensemble "La Batutta" fand das Kirchenjahr so einen festlichen und niveauvollen Abschluss. (ahu)