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16. Januar 2012 23:00 Uhr

Stadtkapelle

Große Herausforderungen

Stadtsaal im neuen Wirtschafts- und Handelszentrum am ehemaligen Bayertor als Probenraum bezogen Von Reiner Pfaffendorf

Der neue Stadtsaal von Rain ist nicht zu groß für die achtzig Musiker/innen des Sinfonische Blasorchesters Rain. Auf dem Bild ordnet Dirigent Andreas Nagl sein Orchester und passt die Sitzordnung den neuen Raumverhältnissen an.
Foto: rpf

Rain Vor großen Herausforderungen steht die Stadtkapelle Rain in den kommenden Monaten. „Mit zwei Großprojekten starten wir in den Frühling 2012“, so der Diplommusiker Andreas Nagl bei der ersten Probe des großen Sinfonischen Blasorchesters im neuen Stadtsaal im Wirtschafts- und Handelszentrum am ehemaligen Bayertor. „Gott sei Dank“, ergänzt Christoph Heider, Vorstand des Blasorchesters, „haben wir endlich mehr Raum für unsere Proben. Das kommt uns mit unseren achtzig Musikerinnen und Musikern bei der Verwirklichung unserer Projekte sehr entgegen.“

Tatsächlich auch erscheint der Stadtsaal mit seinen 260 Quadratmetern Nutzfläche nicht zu groß für das üppig besetzte Blasorchester und Dirigent Nagl ordnet auch gleich sein Orchester neu: Hinten die lange Reihe mit den Schlagwerkern an neuen Kesselpauken aus Kupfer, den großen und kleinen Trommeln und all den übrigen zahlreichen Rhythmusinstrumenten; davor das tiefe und das hohe Blech, rechts die Saxofone und links die Kornette; davor das Rund der zahlreichen Holzbläser. Nagl schaut zufrieden in die Runde und probiert auch gleich die Akustik des Saales aus, die im Piano gut trägt und im donnernden Forte die Ohren der Musikerinnen und Musiker nicht gar zu heftig attackiert. Und schon steigt Nagl konzentriert in die Probenarbeit am neuen Programm ein.

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Zunächst steht der Stadtkapelle über die Osterfeiertage vom 12. bis 15. April die Teilnahme an einem internationalen Blasmusikwettbewerb in Italien bevor. In Riva del Garda werden sie am bekannten Wettbewerb „Flicorno d’Oro“ im Palazzo dei Congressi von Riva teilnehmen und sich vor einer internationalen Jury und gegen europäische hochwertige Konkurrenz behaupten müssen. Mit Pflichtstück und Wahlstück treten die Rainer in der „Eccellenza“ an, in der Höchststufe, und werden von sieben Juroren aus ganz Europa begutachtet, unter ihnen so bekannte Komponisten sinfonischer Blasmusik wie Kees Vlak und Jacob de Haan aus Holland.

Der „Flicorno d’Oro“ steht unter der Schirmherrschaft der Gemeinde Riva, dem Blasorchester von Riva del Garda und dem Verband der Musikkapellen des Trentino; gefördert von der Region Trentino Alto Adige, der Autonomen Provinz Trento sowie von den Musikbünden WASBE (World Association for Symphonic Bands and Ensembles) und CISM (Confédération Internationale des Sociétés Musicales).

Weitere große Aufgabe

Am 28. April erwartet das große Sinfonische Blasorchester Rain dann schon der nächste Paukenschlag. In der Dreifachturnhalle in Rain findet zum 150-jährigen Gründungsjubiläum des Chorverbands Bayerisch-Schwaben ein großes Gemeinschaftskonzert in Zusammenarbeit mit dem Sängerkreis Unterer Lech statt. Zusammen mit einem großen Projektchor aus Chören der Region wird die Stadtkapelle unter dem Dirigat von Andreas Nagl ein ebenso ambitioniertes Konzert mit Ausschnitten aus der Carmina Burana von Carl Orff bringen.

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