Otting Vielleicht bekommen die Pendler und Reisenden, die am Bahnhof Otting/Weilheim auf den Zug warten, doch bald wieder ausreichend Unterstellmöglichkeiten und vielleicht sogar eine Toilette. Jedenfalls will der Ottinger Bürgermeister Johann Bernreuther auf das Angebot von Bahn-Manager Klaus-Dieter Josel eingehen, das Bahnhofsgebäude unter bestimmten Voraussetzungen wieder zu öffnen.
Josel ging bei seinem Besuch in der vorigen Woche in Donauwörth bei einem Abstecher in unsere Redaktion auch auf Fragen von DZ-Lesern ein. Wie berichtet, monierten diese unter anderem, dass die Fahrgäste auf dem Bahnsteig buchstäblich im Regen (oder Schnee) stünden.
Josel sagte, es könnte durchaus eine Lösung geben, wenn die Kommune jemanden fände, der morgens die Tür aufschließt und abends wieder verschließt.
„Daran soll es nicht scheitern“, reagiert nun Bernreuther. Von dem Problem der Pendler höre man immer wieder. Der Bahnhof werde rege genutzt. Teilweise reichten sogar die Parkplätze nicht mehr aus. Seit 2003 sei kein Personal der Deutschen Bahn mehr vor Ort und deshalb auch das Gebäude nicht mehr zugänglich. Damit sei auch das WC nicht mehr zugänglich, was für die Bahnkunden ärgerlich sei, sagt der Bürgermeister.
Die Gemeinde bemühte sich dem Bürgermeister zufolge vor ein paar Jahren bereits um eine Lösung und nahm mit dem damals verantwortlichen Bahnhofmanagement in Ingolstadt Kontakt auf. Bevor eine Entscheidung fiel, wechselte die Zuständigkeit nach Augsburg. Dann sei die Sache eingeschlafen, so Bernreuther.
Weitere Bedingungen nicht hinnehmbar...
Der ist davon überzeugt, jemanden für die Schließdienste zu finden. In dieser Frage werde man auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Monheim suchen. Bernreuther will unter Berufung auf die Aussagen des Bahn-Bevollmächtigten für Bayern demnächst auf das Unternehmen zugehen. Eines macht er aber schon jetzt klar: Es dürfe nicht geschehen, dass die Bahn weitere Bedingungen stellt und den Versuch unternimmt, den Unterhalt auf die Kommunen abzuwälzen. (wwi)