Entweder wird aufgestockt oder erweitert. Wegen hoher Zahl an Anmeldungen ab Herbst Betrieb nur mit einer Sondergenehmigung möglich

Buchdorf Die Erweiterung und Sanierung des Kindergartens Sankt Ulrich in Buchdorf kostet mindestens 1,5 Millionen Euro. Das legte Bürgermeister Georg Vellinger basierend auf den ersten Entwürfen dem Gemeinderat bei dessen jüngster Sitzung dar. Einer endgültigen Entscheidung wollte sich das Gremium aber nicht annähern. Vielmehr sollen bis zur nächsten Sitzung Ende August noch Details geklärt werden.
„Die Generalsanierung ist schon lange im Gespräch“, erklärte Bürgermeister Vellinger gestern gegenüber der DZ. Nun sei der Bedarf weiter angewachsen: Nur mit einer Ausnahmegenehmigung könnte der Kindergarten, der zuletzt 2005 erweitert worden war, ab Herbst betrieben werden, weil die Zahl der Anmeldungen alle Vorgaben gesprengt habe. 88 Plätze seien nun genehmigt worden. Im Kindergarten werden auch Kleinkinder unter drei Jahren betreut, ebenso gibt es neben zwei Regelgruppen eine Schulkind-Betreuung.
Das Thema hatte der Rat bereits in drei Sitzungen vorberaten. Nun konnte Vellinger die Entwürfe des Donauwörther Architekturbüros Obel und Partner vorstellen. In Frage kommt demnach derzeit eine Aufstockung oder ein Anbau, der mit 1,75 Millionen noch teuerer würde. Welche der beiden Varianten letztlich zur Ausführung kommen soll, hängt nach Angaben des Bürgermeisters auch davon ab, was eine Überprüfung der Statik der derzeitigen drei Gebäude, in denen der Kindergarten untergebracht ist, erbringt.
Beide Varianten haben Vor- und Nachteile
Beide Varianten, da seien sich die Räte einig gewesen, hätten Vor- und Nachteile. Handlungsbedarf bestehe in jedem Fall, so Vellinger. Auch wolle man die Fördermöglichkeiten nutzen, die noch bis 2013 gegeben seien. Der Bürgermeister rechnet mit Zuschüssen von rund einer halben Million Euro durch die Regierung von Schwaben. In jedem Fall würden zwei Krippen-Gruppen, zwei Regelgruppen und eine Schulgruppe Platz im Kindergarten finden. Während der Bauphase wird der Kindergarten voraussichtlich in Container ausgelagert.
Am 29. August will der Gemeinderat nun endgültig entscheiden, welche Variante gebaut werden soll. Baubeginn könnte dann wahrscheinlich schon im nächsten Frühjahr sein. Vellinger will auch ein Gespräch mit der Diözese führen, „inwieweit sie sich als Träger des Kindergartens an den Kosten beteiligt“.
Gute Infrastruktur bei der Betreuung schaffen
Wenn man als Kommune attraktiv bleiben will, so der Bürgermeister, sei es nicht damit getan, Arbeits- und Bauplätze zu schaffen, sondern auch eine gute Infrastruktur bei der Kinderbetreuung und Familienfreundlichkeit im Auge zu haben. Dass das Vorhaben an den finanziellen Möglichkeiten der Kommune scheitert, weist Vellinger zurück: „Es sind reichlich Rücklagen für das Projekt vorhanden.“
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