Frei improvisiert
Tatsächlich war mehrmals das Thema des Kinderlieds "Wer will fleißige Handwerker sehn - Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein" zu hören. Dabei ging es jedoch in erster Linie um einen Vogel, der nicht wusste, was gutes Benehmen heißt.
Der König (Xizhi Nie, Musikwissenschaftler und Multi-Instrumentalist aus der Volksrepublik China mit dem chinesischen Streichinstrument Erhu, der Kürbisflöte Hulusi und der Mundorgel Sheng sowie großem schauspielerischem Talent) befahl seinem Minister (Stephan Lanius, Musiker und ebenso talentierter Schauspieler mit Kontrabass und Tuba), "dass der Vogel was lernt." Da war guter Rat teuer.
Zumeist wurde mit den genannten Instrumenten frei improvisiert, doch immer wieder hörte man kurze Texte von Rabindranath Tagore oder auch aus dem heutigen jugendlichen Underground.
Kurz zusammengefasst: Die Zuschauer erlebten eine Stunde Kultur-Intermezzo und hatten allesamt einen Heidenspaß dabei. Für die Gefangenen bedeutete die Aufführung eine nette Abwechslung im lähmenden Knast-Alltag, mehr aber auch nicht.