Zwei Männer – der eine betrunken, der andere offenbar psychisch gestört – sorgten für mächtig Stress. Zunächst wurden die Gesetzeshüter um 19 Uhr nach Kaisheim gerufen. Ein 27-Jähriger, der amtsbekannt ist, betrat dort unberechtigt ein Mehrfamilienhaus und pöbelte die Bewohner an.
In Gegenwart der Polizisten wurde der Mann immer aggressiver. Die Aufforderung, das Anwesen zu verlassen und friedlich nach Hause zu gehen, ignorierte er. Im Gegenteil: Stattdessen beleidigte und bedrohte er die Beamten massiv. „Schließlich legte er sich mit seinen geschätzten 130 Kilogramm Lebendgewicht schauspielreif auf den Gehweg“, heißt es im Polizeibericht. Mit körperlicher Gewalt gelang es den Gesetzeshütern, den Betrunkenen zu fesseln und in Gewahrsam zu nehmen. Die Nacht verbrachte er in der Arrestzelle.
Kaum war der Fall „abgearbeitet“, folgte am Donauwörther Bahnhof kurz nach 21 Uhr der nächste Einsatz. Mitarbeiter informierten die Polizei, dass sich dort ein psychisch auffälliger Mann aufhalte. Der Augsburger „war erkennbar verwirrt und sah Dinge, die nur für ihn erkennbar waren“.
Die Beamten wollten den 48-Jährigen in ärztliche Behandlung bringen. Noch bevor das Rote Kreuz eintraf, versuchte der bis dahin friedliche Mann wegzurennen. Ein Polizist konnte ihn gerade noch festhalten und zu Boden ringen. Zuvor hatte der Augsburger gedroht, dem Uniformierten mit einem Stein, den er ständig in der Hand hielt, auf den Kopf zu schlagen.
Im weiteren Verlauf mobilisierte der 48-Jährige ungeahnte Körperkräfte. Er schlug wild um sich, biss einem Beamten in den Handschuh, wollte einem zweiten Polizisten die Pistole aus dem Halfter reißen und verletzte einen weiteren Ordnungshüter mit einem Fußtritt gegen das Knie leicht.
Erst nachdem es vier Polizisten mit vereinten Kräften gelungen war, den Augsburger zu fesseln, konnte er zunächst in die Donauwörther Klinik und dann in ein Bezirkskrankenhaus gebracht werden. Auch bei dieser Fahrt war Polizeibegleitung – dieses Mal durch die Bundespolizei – erforderlich.