Donauwörth Es nennt sich schlicht „Chronik“. Es ist aber auch eine Liebeserklärung an eine von ihm aufgebaute und geprägte Einrichtung der Stadt Donauwörth: die Werner-Egk-Musikschule. Zusammengestellt hat das 238 Seiten dicke und reichlich bebilderte Buch Walter Pfeifer, der die Musikschule bis 2010 leitete. „Man sieht daran, wie sehr er mit ihr verbunden war und ist“, würdigte OB Armin Neudert, „denn Pfeifer hat das Buch erst nach seinem Ausscheiden aus dem Dienst erstellt, basierend auf seinem Wissen und seiner Erfahrung“. Pfeifer hat übrigens bereits eine „Chronik der Stadtkapelle“ herausgebracht.
Seit dem Jahr 1978
Als 1978 im Stadtentwicklungsplan „Donauwörth 2000“ die Musikschule vorbereitet und vom damaligen Rathauschef Dr. Alfred Böswald ins Leben gerufen worden ist, so erzählt Walter Pfeifer rückblickend, hatte wohl niemand so wirklich ahnen können, dass daraus ein Erfolgsprojekt werden würde. In der Chronik werde dargelegt, ergänzt Oberbürgermeister Neudert, „welch enorme Bedeutung die Musikschule als kulturelle Einrichtung in unserer Stadt hat“. Denn mittlerweile sei es nicht nur die Jugend, die ein Instrument lernen möchte, „sondern es kommen auch Erwachsene mit dem gleichen Ziel“.
Die Bilanz beginnt mit den Entscheidungen der Kommunalpolitik, in den Räumen der Mädchenrealschule St. Ursula ein Domizil für die Musikkapelle einzurichten und reicht bis zu den aktuellen Themen wie das JeKi-Projekt. Ebenfalls ein Vorhaben, das durch Walter Peifer wesentlich befördert wurde, wie OB Neudert dankend im Gespräch mit unserer Redaktion betont. Letztlich sei es mit ein Beleg für die „Aufbauarbeit und Lebensleistung des ehemaligen Schulleiters“. Diese sei ja, so verweist Neudert, mit der Ende November erstmals verliehenen Sebastian-Franck-Kulturmedaille anerkannt worden.
Weil es immer wieder Diskussionen um das „Werden“ der Musikschule (als Gebäude) gibt, bat Pfeifer den heutigen Alt-OB Dr. Alfred Böswald, seine „Erinnerungen“ an die einzelnen Stationen ins Buch einfließen zu lassen. Und als Dank für den Namensgeber Werner Egk hat Pfeifer auf einer Seite die Konterfeis der Träger des gleichnamigen Kulturpreises abgebildet. Bilder von ehemaligen und aktuellen Lehrern/-innen sind ebenfalls enthalten.
Die vorliegende Chronik sei zudem, so Walter Pfeifer, „ein Spiegelbild der seit 1979 freundlichen und wohlgesinnten Begleitung durch die Heimatzeitung“, wofür er ein „herzliches Dankeschön“ sagt.
Das Buch liegt im Rathaus auf – aber es kann nicht erworben werden. Pfeifer: „Es bekommen all jene, die die Musikschule unterstützt haben (oder noch werden, so OB Neudert). Also der Lehrkörper, die Mitglieder des Stadtrates und unsere Sponsoren.“ Und: „Die Arbeit daran hat Spaß gemacht.“