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Caritas: Neues soziales Zentrum in der Stadt

Caritas

Neues soziales Zentrum in der Stadt

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    In der Reichsstraße 52 gibt es die Caritas schon länger. Das Gebäude nebenan (gelb), wo einst der Weltladen untergebracht war, ist hinzugekommen. Die Gebäude „fusionieren“ – ein soziales Zentrum der Caritas soll entstehen.
    In der Reichsstraße 52 gibt es die Caritas schon länger. Das Gebäude nebenan (gelb), wo einst der Weltladen untergebracht war, ist hinzugekommen. Die Gebäude „fusionieren“ – ein soziales Zentrum der Caritas soll entstehen.

    Donauwörth Dort, wo einst die Ladentheke stand, herrscht derzeit noch gähnende Leere in der Donauwörther Reichsstraße. Der Weltladen hat das Gebäude schon seit gut einem Jahr verlassen (und ist in die Bäckerstraße umgezogen), die Caritas will das Gebäude mit der Nummer 54 nun sanieren, ausbauen und – wenn alles gut geht – bis Jahresende beziehen. 740000 Euro kostet der umfangreiche Ausbau, in dessen Zuge ein neues soziales Zentrum mitten in der Stadt entstehen soll.

    Eigentlich sei schon alles unter Dach und Fach. Caritas-Kreisvorsitzende und Dritte Bürgermeisterin Maria Bauer sowie Caritas-Geschäftsführer Martin Gaertner warten dieser Tage nur noch auf die letzten ausstehenden Genehmigungen. Formalitäten eben.

    Doch auch diese Gelder werden wohl (wahrscheinlich) bewilligt. Dann soll es bald schon losgehen mit den Sanierungsarbeiten. Die Hausnummern Reichsstraße 52 und 54 – direkt nebeneinanderliegend – werden miteinander verbunden. Zudem wird im Hinterhof ein eingeschossiges Gebäude angebaut, wie Architekt Roland Braun gegenüber der Donauwörther Zeitung erläuterte.

    Bisweilen müssen Mitarbeiter den Raum verlassen

    Der Grund für die Erweiterung sei offensichtlich, erklärte Geschäftsführer Gaertner im Rahmen einer Konzeptvorstellung: Im Zehenthof, wo ein Teil der Caritas-Abteilungen untergebracht ist, seien die Büros mittlerweile zu klein geworden –„es ist bisweilen kompliziert, wenn dort vertrauensvolle Besprechungen mit Klienten anstehen. Ein Mitarbeiter in den doppelt und dreifach besetzten Büros muss dann immer den Raum verlassen.“

    Kurzum: „Wir platzen im Zehenthof aus allen Nähten“, wie Gaertner berichtete. Zudem sei das Aufgabenspektrum im sozialen Bereich in den vergangenen Jahren stets erweitert worden, sodass die räumliche Vergrößerung um 280 Quadratmeter nur eine logische Schlussfolgerung sei. Gerade im Bereich der Pflege sei zuletzt viel hinzugekommen – weshalb die sozialen Dienstleister (nicht nur die Caritas) ständig auf der schwierigen Suche nach qualifiziertem Personal seien.

    Mit dem An- und Ausbau in der Reichsstraße 52 und 54 wolle die Caritas, so Gaertner, den Fokus des Sozialen „in die Mitte der Stadt“ rücken. Bedürftige – Senioren, sozial Schwächere und behinderte Menschen –, sie sollten direkt vor Ort Ansprechpartner finden. Eben möglichst in der Mitte der Gesellschaft und nicht am Rande, wie Gaertner erläutert. Seit Langem schon residiert ein Teil der Caritas in der Reichsstraße 52. Das Gebäude mit der Nummer 54 war nun, im vergangenen Jahr, hinzugekommen.

    Neben größeren Büro- und Besprechungszimmern werden in der Reichsstraße Gruppenräume entstehen. Man denke auch über eine Ausweitung des Leistungsspektrums nach, fügte Gaertner hinzu.

    Die Finanzierung scheint indes in trockenen Tüchern. Zuletzt – am vergangenen Freitag – überbrachte MdL Georg Schmid (CSU) vor Ort die für die Caritas frohe Kunde, dass die Bayerische Landesstiftung 80000 Euro zu den Gesamtkosten von gut 740000 Euro dazugebe.

    Wie geht es nun weiter im Umbau-Fahrplan? Etwa vier Wochen muss man wohl noch abwarten, dann beginne man so richtig mit den Sanierungs- und Renovierungsarbeiten in den beiden Häusern.

    Der eingeschossige Anbau in den Hinterhöfen werde dann in der Folge – wohl erst in einigen Monaten – geschehen. Architekt Braun erklärt, dass der Rohbau allerdings binnen eines Monats stehen könnte.

    Vieles, was die Caritas bietet, wird also bald in der Reichsstraße angesiedelt sein – einzelne Dienstleistungen wie die Suchtberatung werden aber weiterhin am Zehenthof untergebracht. Trotz des großen Umbaus, so erklärte Vorsitzende Bauer, werde die Caritas ihren Aufgaben „in vollem Umfang“ nachkommen. Größere Beeinträchtigungen solle es nicht geben.

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