Otting Unter keinem guten Stern hat am Wochenende das Jubiläumsfest der Freiwilligen Feuerwehr Otting zum 125-jährigen Bestehen gestanden. Trotz aller Widerstände und dramatischen Momente wurde die Feier aber durchgezogen und insgesamt über 80 Vereine gratulierten der Jubelwehr.
Schon zwei Tage vor Festbeginn war die veranstaltende Feuerwehr gefordert. Wütete die Sturmfront am Mittwochabend doch auch in Otting, sodass vor den Feierlichkeiten noch viele Aufräumarbeiten anstanden. Ein Schock war dann der Tod zweier Ottinger beim schweren Verkehrsunfall nahe Donauwörth am Samstag (siehe eigener Berichtauf Seite 23). Doch nach mehrstündigem Abwägen entschied sich der Verein zur Fortsetzung – in einem gedämpften Rahmen.
Gerade rechtzeitig zum großen Festumzug gestern Nachmittag kämpfte sich die Sonne durch die Wolken. Zahlreiche Zuschauer hatten sich an den Straßen zwischen Festgelände und Schloss versammelt, um den gut 70 Gruppen zu applaudieren. Etwa ein Dutzend Gastvereine gratulierte den Ottingern bereits am Samstag. Neben vielen Feuerwehren aus der ganzen Region beteiligten sich auch die örtlichen Vereine am bunten Umzug. Für den musikalischen Rahmen sorgten Musikkapellen und -vereine aus Wolferstadt, Wemding, Huisheim/Gosheim, Fünfstetten, Monheim, Buchdorf und Rennertshofen. Auch Ehrengäste wie MdL Georg Schmid, Landrat Stefan Rößle und mehrere Bürgermeister ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Der Höhepunkt war der Fahneneinzug ins Festzelt – untermalt von den Holzheimer Musikanten.
Der Auftakt des Jubiläumswochenendes verlief mit der „Löschparty“ am Freitagabend noch entspannt und fröhlich. Doch die Nachricht des Unfalls veränderte am Samstag das Geschehen. Der Kinder- und Spielenachmittag, das 25-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr sowie die parallel laufende Fahrzeugschau waren davon noch nicht betroffen. Doch nach dem Standkonzert beim Empfang des Patenvereins, der Freiwilligen Feuerwehr Wolferstadt, wurde auf dem Weg ins Festzelt nur getrommelt. Vor Ort folgte noch eine Gedenkminute sowie kurze Ansprachen von Schirmherr Bürgermeister Johann Bernreuther und dem Vorsitzenden Gerd Fischer. „Die Feuerwehr hat im Vorfeld enorm viel investiert“, begründete Bernreuther die Entscheidung, das Jubiläumsfest fortzusetzen. Der Stimmungsabend mit der Partyband „Stöpf“ verlief aufgrund der Entwicklungen ruhiger als ursprünglich geplant.
Ein Festgottesdienst bildete den Auftakt des Sonntags, ehe sich die Vereine zum großen Umzug formierten. Die Festkapelle aus Wolferstadt bildete den musikalischen Rahmen zum „Großen Zapfenstreich“ am gestrigen Abend.