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Platzsparend und flexibel

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    Das Familiengrab wird zu einem "Kombigrab": Rechts ist weiterhin Sargbestattung möglich, links sieht man das in die Grabplatte eingelassene, verschließbare Urnengrab "Marke Eisenbacher". Ganz vorne ist die reduzierte Bepflanzung zu sehen, die das Grab pflegeleicht macht. Fotos: Arloth/Foto Nitsche
    Das Familiengrab wird zu einem "Kombigrab": Rechts ist weiterhin Sargbestattung möglich, links sieht man das in die Grabplatte eingelassene, verschließbare Urnengrab "Marke Eisenbacher". Ganz vorne ist die reduzierte Bepflanzung zu sehen, die das Grab pflegeleicht macht. Fotos: Arloth/Foto Nitsche

    Auch aus Rain überlegte sich, ob er einmal im Familiengrab im Rainer Friedhof in einem Sarg die letzte Ruhe finden werde oder ob er einer Feuerbestattung mit Urnenbeisetzung den Vorzug geben sollte. Vieles spreche für eine Feuerbestattung: Bundesweit werden nämlich schon gut die Hälfte der Verstorbenen feuerbestattet, Tendenz weiter zunehmend.

    Üblich sei die Urnen-Erdbestattung, meist in Urnen aus verrottbarem Material. Auch die Beisetzung der Urne in sogenannten Kolumbarienwandnischen sei problemloser als eine konventionelle Beerdigung. Und doch gebe es bei dieser Urnenbestattung Probleme. Zumeist sei eine persönliche Zuordnung von Trauergrüßen nicht möglich. Man spreche auch von "hilflos wirkenden Versuchen der Trauerbewältigung". Dennoch würden Blumen abgelegt und Kerzen angezündet. Nicht nur auf Rasenfeldern ergebe das oft Ärger bei der Friedhofsverwaltung.

    Natürlich kann man Urnen auch im Familiengrab, in einer "Erdgrabstelle", beisetzen lassen. Und genau an diesem Punkt begann die Erfindergabe des Technikers i. R. Mathias Eisenbacher zu köcheln: "Ein Friedhof, und insbesondere das jeweilige Familiengrab, ist ein Ort des Gedenkens, der Erinnerung, der Besinnung und der Trauer." Ein Grabbesuch und die -pflege könne ein helfendes Trauerritual sein.

    Problemlose Handhabung

    Anders als bei Urnenwänden konzipierte Eisenbacher eine problemlose Urnenbestattung auf einer Hälfte des Familiengrabs. Der Steinmetz oder Bestatter setzt einen Erdbohrer, Durchmesser 30 Zentimeter, ein. In das entstandene Loch wird ein Kunststoffrohr gesetzt, in dem wiederum ein etwas kleinerer "Urnenbehälter" Platz findet. In diesem können, je nach Länge, ein oder zwei Urnen beigesetzt werden. Den oberen Abschluss bildet eine Grabplatte, in die ein Steinmetz eine runde Öffnung mit einem Durchmesser von 25 Zentimetern gebohrt hat. Diese Öffnung wird durch eine mit dem Urnenbehälter verankerte Bronzescheibe und einen -deckel mit Sicherheitsschloss nach oben hin stilvoll verschlossen. "Meine Erfindung, für die ich vom Patentamt in München die Urkunde für einen zehn Jahre währenden Gebrauchsmusterschutz erlangt habe, wird von einer renommierten Kunstgießerei für Sakralartikel hergestellt und vermarktet."

    Kombi-Grabanlagen

    Die Urne bleibe bei einer Bestattung nach diesem Modell im Vergleich zu einer Erdbestattung sauber und auch für den Schlüsselverwalter jederzeit zugänglich. "Wenn Angehörige die Verlegung der Urne in einen anderen, für sie wohnortnahen Friedhof wünschen, kann das von den damit beauftragten Bestattungsunternehmen problemlos arrangiert werden. Flexibilität ist gewährleistet", bekräftigt er.

    Als Vorteil nennt der Erfinder nicht nur den geringen Platzbedarf bei der Urnenbestattung in "Kombi-Grabanlagen", was insbesondere Orte mit zu kleinen Friedhöfen oder begrenzten Friedhofs-Reserveflächen interessieren könnte, sondern auch die Tatsache, dass Angehörige "am eigenen Grab" trauern können. Um das Grab pflegeleicht zu gestalten, biete sich eine reduzierte Bepflanzungsfläche und eine Grabplatte an, in die, wie schon beschrieben, Urnen "versenkt" werden können.

    Übrigens kann ein Urnenbehälter auch in eine lose Platte von circa 60 mal 60 Zentimeter eingelassen werden. (ma)

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