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30. November 2010 20:00 Uhr

Radeln mit "eingebautem Rückenwind"

Im nächsten Jahr soll das Ferienland Donau-Ries zur E-Bike-Region werden. Das heißt: Wer künftig an der Romantischen Straße, auf dem neuen Weg "von Krater zu Krater" oder der Monheimer Alb radeln will, kann sich dafür ein E-Bike ausleihen - ein Fahrrad, bei dem bei Bedarf ein Motor zugeschaltet werden kann. Von Flora Anna

Freuen sich über das neue Projekt (von links): Christine Wahler, stellvertretende Geschäftsführerin Ferienland Donau-Ries, Dr. Markus Litpher, Vorstandsmitglied Lechwerke AG, Landrat Stefan Rößle, Bernhard Palm, technischer Prokurist EnBW ODR AG, Andreas Senger, Geschäftsführung movelo GmbH und Günther Zwerger, Geschäftsführer Ferienland Donau-Ries. Foto: Grass
Foto: Grass

"Es geht voran im Landkreis - und das im wahrsten Sinne des Wortes", sagte Landkreischef Stefan Rößle gestern im Landratsamt. Dort unterzeichneten die Verantwortlichen den Vertrag für das Projekt, das zunächst auf drei Jahre ausgelegt ist.

Projektstart ist Mai 2011

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Rund 90 000 Radler nutzen die Fahrradwege im Landkreis bereits pro Jahr. "Sie sind eine wichtige touristische Zielgruppe", sagte Rößle. Mit dem Angebot, das sich das Ferienland rund 10 000 Euro im ersten Jahr kosten lässt, soll das Radeln nun noch attraktiver werden. Organisiert wird es von der Firma movelo, einem Anbieter für Elektro-Mobilität im Tourismus.

Ab Mai 2011, so die Planungen, soll es so weit sein: Wer keine Lust hat, an hügeligen Strecken selbst zu strampeln, kann sich ein E-Bike ausleihen und den Rest den eingebauten Elektromotor erledigen lassen - quasi Radeln mit eingebauten Rückenwind. Von Thierhaupten bis Bopfingen stehen dann 50 bis 100 E-Bikes zur Verfügung. Der Leihpreis liegt zwischen 18 und 20 Euro am Tag.

Wirte werden Verleihstationen

Das Besondere: Wenn der Akku nach 45 bis 80 Kilometern leergefahren ist, kann er an den Verleihstationen, die gleichzeitig auch Akku-Wechselstationen sind, ausgetauscht und die Tour mit "frischem Saft" nahtlos fortgesetzt werden.

Bis zum Start im Mai wollen die Verantwortlichen für eine passende Infrastruktur sorgen. Derzeit sind sie deshalb auf der Suche nach Partnern in der Region: Wirten, Hotels, Radhändlern, Privatpensionen und auch Kommunen. "Das Ziel ist es, bis zum Start des Projekts 30 solcher Stationen im Ferienland aufzubauen", sage Günther Zwerger, Geschäftsführer Ferienland Donau-Ries gestern gegenüber unserer Zeitung. Dann soll es auch einen Flyer geben, in dem alle Stationen aufgeführt sind.

"Dieses Angebot ist ein Imagegewinn für das Ferienland", sagte Landrat Rößle. Auch die beiden Sponsoren, die Energieversorgungswerke EnBW Ostwürttemberg DonauRies AG und die Lechwerke AG, setzen große Hoffnungen in das Projekt: Ihnen geht es neben der Attraktivitätssteigerung für den Tourismus in der Region auch darum, das Thema Elektromobilität stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. "Die E-Bikes sind also für alle eine Win-Win-Situation", freute sich Rößle.

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