Startseite
Icon Pfeil nach unten
Donauwörth
Icon Pfeil nach unten
Wemding
Icon Pfeil nach unten

Verabschiedung: St. Alban sagt Ade

Verabschiedung

St. Alban sagt Ade

  • |
  • |
  • |
    Monsignore Herbert Lang bei seinem Abschiedsgottesdienst in St. Alban in Amerbach. Es war der Wunsch der Bevölkerung, dem Priester persönlich noch einmal „auf Wiedersehen“ zu sagen.
    Monsignore Herbert Lang bei seinem Abschiedsgottesdienst in St. Alban in Amerbach. Es war der Wunsch der Bevölkerung, dem Priester persönlich noch einmal „auf Wiedersehen“ zu sagen. Foto: Fotos: privat

    Wemding-Amerbach Ein letztes Mal war Monsignore Herbert Lang kurz vor seinem Eintritt in den Ruhestand in die Filialgemeinde St. Alban nach Amerbach gekommen. Es war der Wunsch der Bevölkerung, den Seelsorger nach 24-jährigem Dienst in der Pfarrei auch eigens in der Dorfkirche zu verabschieden.

    Am Ende des feierlichen Gottesdienstes, der vom Gesangverein festlich gestaltet und von den Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine begleitet wurde, sprach Marlene Sporer herzliche Dankesworte an den verdienten Priester. Wörtlich sagte sie: „Wir alle freuen uns sehr, dass sie trotz ihres so dicht gedrängten Terminkalenders sich für heute die Zeit genommen haben, einen Abschiedsgottesdienst auch in ihrer Filialgemeinde St. Alban zu feiern. Sie, lieber Herr Stadtpfarrer, haben unsere Gemeinde nahezu eine ganze Generation lang begleitet und vorangebracht.“

    Nicht nur in Wemding, auch in Amerbach habe Lang „als Bauherr“ fungiert. Vor allem die Erneuerung des Kirchendaches, besonders aber auch die Außen- und Innenrenovierung der Kirche habe unter Langs Federführung gestanden. Nicht zuletzt durch seine Kontakte und Fachkenntnisse sei das Gotteshaus wieder „zu einem echten Schmuckstück“ geworden.

    Fähigkeit als Historiker

    „Daneben haben Sie Ihre Fähigkeiten als Historiker unter Beweis gestellt.“ Im Rahmen der 700-Jahr-Feier habe Lang stets ein offenes Ohr für die Bedürfnisse der Gemeinde gehabt, berichtete Sporer weiter.

    Mit dem Amerbacher Heimatbuch hinterließ Lang dem Dorf zudem „ein übersichtliches und umfangreiches Nachschlagewerk, das wir in hohem Maße schätzen und in weitem Umfang Ihnen zu verdanken haben“.

    Auch die Vereine habe Lang in vielfältiger Weise begleitet. Besonders die Landjugend habe ihm am Herzen gelegen. Ebenso habe die Feuerwehr, der Krieger-, Soldaten- und Kameradschaftsverein, der Sportclub und der Gesangverein stets auf die Unterstützung des Geistlichen setzen können. So manchem Vereinsfest habe Lang den feierlichen Rahmen gegeben.

    Daneben habe der Pfarrer zahlreiche Kommunionen und Taufen in Amerbach durchgeführt – aber den Menschen in den Momenten der Trauer auch Trost und Anteilnahme gespendet.

    Sporer sagte weiter: „Meist waren es die besonderen Anlässe, die sie zu uns nach Amerbach führten und so werden wir Sie auch in Erinnerung behalten, als unseren Stadtpfarrer, der die Gabe besitzt, die heilige Messe als besonderen Höhepunkt für eine Dorfgemeinschaft aber auch für jeden persönlich darzustellen.“

    Mit einem kleinen Album, in dem einige Begegnungen in Amerbach festgehalten wurden, verabschiedete sich die Filialgemeinde. Sporer verlieh ihrer Hoffnung Ausdruck, „sie vielleicht als Pfarrer in Reserve“ nach Amerbach rufen zu dürfen.

    Nach diesen Worten bedankte sich Monsignore Lang für die vielen Begegnungen und Erlebnisse in seiner Filialgemeinde und wünschte dem Ort und dessen Bewohnern Gottes Segen. Besonderer Dank galt dabei den Mesnern Maximilian Dannemann und Michael Zinsmeister, die ihren Dienst zum 1. September beenden, und mit einem kleinen Präsent verabschiedet wurden.

    Im Anschluss an den Gottesdienst waren noch alle Pfarrangehörigen bei herrlichem Sonnenschein in den ehemaligen Schulhof zu einem kleinen Umtrunk eingeladen.

    Dort nutzten viele die Möglichkeit der Begegnung und des persönlichen Gesprächs mit Stadtpfarrer Lang. (pm)

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden