Donauwörth Kätzchen, Hunde, Hamster oder Kaninchen: Süß sind sie, diese kleinen Lebewesen. Ein tierischer Spielgefährte zu Weihnachten, steht deshalb bei vielen Kindern ganz oben auf der Wunschliste.

Was dabei jedoch nicht vergesse werden darf: Tiere brauchen Zeit, Pflege und Zuwendung - und bringen viel Arbeit mit sich. Wer ein Tier zu sich holen will, sollte sich diesen Schritt gut überlegen. Denn: Tiere sind keine Überraschungsgeschenke, kein Spielzeug und keine Umtauschartikel.
Die Realität sieht leider anders aus: Immer wieder werden kurz nach den Feiertagen viele unüberlegt verschenkte Lebewesen in den Tierheimen abgegeben, weiß Brigitte Scherb.
"Gemeinsam sollten Eltern und Kinder sich deshalb überlegen, welche Bedürfnisse etwa Hunde, Katzen, Kaninchen oder Wellensittiche haben", sagt die Vorsitzende des Tierschutzvereins Donauwörth.
Dazu gehören neben täglicher Fütterung und bei Hunden ausgiebigen Spaziergängen auch Pflege und Hygiene. Gerade größere Tiere verursachen meist nicht zu unterschätzende Kosten durch Futter und tierärztliche Betreuung.
Ein Blick in den Mietvertrag kann spätere Enttäuschung vermeiden
Auch ein Blick in den Mietvertrag und ein Ausschließen von Tierhaarallergien aller Familienmitglieder kann spätere Enttäuschungen für Mensch und Tier vermeiden.
Wer sich trotzdem für ein Tier entscheidet, kann sich Rat und Infos über Haltung und Erziehung von Experten holen - etwa in einem dem Deutschen Tierschutzbund angehörigen Tierheim. Der Tierschutzverein rät zudem, das neue tierische Familienmitglied vom Trubel der Festtage fernzuhalten. Für ein Tier, das sich in eine neue Umgebung eingewöhnen soll, kann das puren Stress bedeuten. "Unser Tipp: Legen Sie artgerechtes Zubehör unter den Baum und nehmen das Tier erst nach den Feiertagen auf", sagt Brigitte Scherb.
Wer seinem Kind zu Weihnachten gut überlegt ein Tier schenken möchte, sollte zudem beachten: Die Eltern tragen immer die endgültige Verantwortung für das Lebewesen, betont die Tierheim-Vorsitzende: "Kinder verlieren oft schnell das Interesse, das ist sehr häufig der Fall und ganz normal."
Deshalb bittet sie jene, die sich ein Tier anschaffen wollen, gründlich darüber nachzudenken. Dadurch, so hofft Scherb, kann vermieden werden, dass die Tierheime nach den Feiertagen hoffnungslos überfüllt sind mit all den "tierischen Geschenken", die keiner mehr will.
Hündin Rosa ist aus der Familie nicht mehr weg zu denken
Denn dass es auch anders geht, zeigt die Geschichte von Familie Pehr aus Donauwörth:
Nichts hatte sich ihr 12-jähriger Sohn Manuel mehr gewünscht, als einen vierbeinigen Spielgefährten. Mit seinen Eltern fuhr er deshalb in ein Tierheim, um dort seine Hündin kennenzulernen und mit nach Hause zu nehmen.
Heute hat sich die bereits vierjährige Rosa gut eingelebt. Gerne kuschelt sie nach dem Spielen im Schnee auf der warmen Eckbank in ihrem Zuhause - und ist von der Familie definitiv nicht mehr weg zu denken. (pm/flag)
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